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Freitagspost: Wir haben alle unsere dunklen Geheimnisse

28. Juli 2017
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Ich habe wohl zu viel Scream Queens geschaut, denn eigentlich wollte ich diesen Post am liebsten so nennen: Wir haben alle unsere Leichen im Keller vergraben. Doch es kam mir dann doch zu makaber vor, also nenne ich es lieber so: Wir haben alle unsere dunklen Geheimnisse.
Cheryl kommuniziert seit vielen Jahren regelmäßig telepathisch mit Babys und sucht eine tiefere Verbindung. Sie hat ein komplexes Ordnungssystem entwickelt, mit dem sie beispielsweise besonders wenig Geschirr anhäuft, damit sie weniger abwaschen muss. Weniger Geschirr, weniger Abwasch – klingt doch logisch, nicht wahr? Die Geschichte ist (vielleicht) frei erfunden aus dem Buch The First Bad Man. Doch es macht mich nachdenklich. Haben wir nicht alle verrückte Spleens, vielleicht sogar richtig dunkle Geheimnisse?

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Woher kommen diese Macken?

„Kennst du das, wenn du gerade komplett die Wohnung piccobello aufgeräumt hast, dich vor den TV sitzt und dann bemerkst, da ist doch noch ein Fleck auf dem Boden? Ich springe dann auf und wische es weg, ich kann nicht anders“. 
Nein, ich kenne das nicht! Gib mir was davon ab! Möchte ich am liebsten aufrufen, denn ich habe seit Wochen nicht mal mehr ordentlich den Boden gewischt bei mir, weil ich die Zeit nicht mehr habe. Jedenfalls nicht dafür. 
Oh mein Gott, es gibt so verrückte Spleens. Ich kenne Männer, die waschen sich (überall!) mit Desinfektionsmittel ab, andere verbringen ganze Wochenenden damit, ihre Badfugen mit der Zahnbürste zu schruppen. Na klar, es gibt sicherlich Trigger und Auslöser und Grunde für all diese Verhaltensweise. Meistens versuchen wir dadurch, mehr Kontrolle in unserem Leben zu schaffen und Ordnung in dieses Chaos zu bringen, dass sich nunmal Leben nennt. 
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Zeig mir deinen Spleen, ich sag dir wer du bist!

Ich denke heute noch zähneknirschend an diese frühere Kollegin, die nie einen Brief in einen Umschlag stecken konnte. Mit zittriger Hand nahm sie den Brief immer und immer wieder heraus, bis sie ihn wieder in den Umschlag steckte. Unsicherheit, Fahrigkeit. Warum ich das so hasse? Na, weil es mir auch oft so geht! Mein Problem ist es, Päckchen zu verschicken. Ich denke ständig, ich packe den falschen Artikel ein. 
Der Hauptgrund, warum ich nicht so gerne bei Kleiderkreisel einstelle. Ich habe oft tagelang die Befürchtung, der Person den falschen Artikel geschickt zu haben. Selbst fest verpackte Päckchen reiße ich mal wieder auf, nur um hinein zu schauen. 
Warum ist das eine Macke? Keine Ahnung. Mir sind Päckchen ganz offensichtlich unheimlich. Ich habe auch schon mal eine Lieferung mit Fotodrucken erhalten, die ganz offensichtlich nicht für mich bestimmt waren. Es passiert! Es werden Päckchen mit falschen Inhalten verschickt! Ich bin so erschrocken, plötzlich Hochzeits- und Babybilder in sehr schlechter Qualität auszupacken statt meinen coolen, schicken Postern, die ich bestellt hatte.
Meist adaptieren wir auch unsere Spleens aus der Familiengeneration. Die werden sozusagen mit vererbt, ob wir nun wollen oder nicht.
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Das gute alte zwanghafte Verhalten

Wie schaffst du es so fleißig zu sein? Du bloggst so viel, und das und jenes auch noch. Na, weil ich muss! Schon mal was von zwanghaftem Verhalten gehört? Jetzt mal ernsthaft, ich könnte wohl wirklich niemals nicht wenigstens was bei Instagram am Tag hochladen. Egal wie krank ich bin oder gerade wirklich so halb am krepieren bin, irgendwie greife ich doch noch das Smartphone, bearbeite ein Bild und beschmücke es mit passenden Hashtags. In dem Fall kann so eine kleine Macke durchaus nützlich sein, denn ich gebe nun mal nicht auf oder verliere den Antrieb.
Dunkle Geheimnisse, verrückte Spleens oder kleine Macken – das ist es wohl auch, was uns ausmacht. Wir finden alle unsere Wege mit dem Leben klar zu kommen, denn es ist nun mal nicht jeder Tag Sonnenschein und wir treffen auch nicht täglich auf Einhörner und Regenbögen. 
Habt ihr Marotten, Macken und Spleens? Was ist das bei euch und was denkt ihr woher das kommt?

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13 Comments

  • Reply Carolin Se 28. Juli 2017 at 12:05

    Sehr interessanter Beitrag! Ich glaube auch, dass gerade unsere Macken und Splins uns zu dem machen, der wir sind 🙂

    Liebe Grüße, Caro :*
    http://nilooorac.com/

  • Reply amely rose 28. Juli 2017 at 12:34

    Ach das kenne ich es, ich glaube es ist die Disziplin der Selbständigen 😀
    Ich kann auch keinen Tag ohne Arbeit leben und wenn ich mich mal "zwinge" Urlaub zu nehmen und einen Tag frei zu nehmen, bekomme ich direkt Angstzustände XD
    Ein tolles Post und schöne Fotos.

    alles Liebe deine Amely Rose

  • Reply Saskia von The S Signature 29. Juli 2017 at 06:40

    Bei mir musste früher alle übertrieben ordentlich und aufgeräumt sein. Mein Freund macht mich da zu einem "besseren" Menschen. Also diesen Fleck wische ich auch nicht mehr weg und bin etwas entspannter (außer es kommt Besuch).

  • Reply Calistas Traum 31. Juli 2017 at 21:42

    Ich könnte jetzt so in diesem Moment gar keine Macke meinerseits nennen. Obwohl ich sicher eine Menge habe..oh gott sicher viel zu viele 😀

    Aber wäre ja auch irgendwie lahm wenn keine vorhanden wären. Die machen uns ja erst zu dem was wir sind 🙂

    Alles Liebe,
    Janine

  • Reply Marie 1. August 2017 at 06:47

    Ich kenne jemanden, der immer fünfmal kontrollieren muss, ob er die Wohnungstür auch wirklich abgeschlossen hat. Bei mir kann ich jetzt keine "Macken" nennen, obwohl ich gewiss sehr viele haben muss 😉 Liebe Grüße Marie

  • Reply Billchens BeautyBox 1. August 2017 at 07:45

    Ich glaube bei mir gibt es auch so ein paar Sachen. Ich kann mich auch nicht mal in Ruhe hinsetzen und etwas lesen wenn ich weiß das noch etwas anderes gemacht werden muss. Ich hab da einfach keine Ruhe was wirklich schade ist.

  • Reply Castlemaker 1. August 2017 at 07:54

    Cooler Beitrag und ja ich kenne diese Spleens auch. Mit den Päckchen habe ich auch oft Bedenken, was falsches eingepackt zu haben.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

  • Reply Milli loves Fashion 1. August 2017 at 08:32

    Interessanter Beitrag. Ich denke auch, dass jeder irgendeine Macke hat … Ich muss z.B. immer kontrollieren ob der Herd aus ist, bevor ich das Haus verlasse 😀

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

  • Reply tantedine 1. August 2017 at 10:43

    Ich bin die Meisterin der Macken 😀 Aber ich versuche mich von einigen seit Jahren zu lösen und habe es teilweise schon etwas geschafft. Ganz werden die Macken wohl nie verschwinden aber ich habe einige echt entschärft.

    Fleck oder Krümel auf dem Boden? Sofort wegsaugen und wischen.
    Geschirrspüler ist sauber? Sofort muss er ausgeräumt werden!
    Ich habe morgens nicht das Bett gemacht? Bevor ich ins Bett gehe muss ich das Bett gemacht haben.
    Das Sofa verlassen ohne die Kissen anständig hingelegt zu haben? Ohne mich?
    Ich könnte dir so viele Dinge erzählen 😀

    Aber täglich bei Instagram etwas hochladen? Ich habe geschafft, mich davon zu lösen 🙂

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

  • Reply Katja von Schminktussis Welt 1. August 2017 at 19:12

    Ich muss immer 3 Mal schauen ob auch wirklich alles aus ist etc.

  • Reply Orange Diamond 1. August 2017 at 20:36

    Ich frage mich jedes Mal ob ich meine Kulturtasche eingepackt habe! Das kontrolliere ich zu oft wenn ich auf Geschäftsreisen bin!
    Liebe Grüße,
    Alex.

  • Reply Das Leben ist schön 2. August 2017 at 08:35

    Ich mag die tiefergehenden Posts bei dir total.
    Spleens und Macken machen uns zu dem, was wir sind. Ohne wäre es doch langweilig, oder?
    Über meine Macken muss ich oft schmunzeln, meine Mitmenschen auch. Ich werde zum Beispiel sogar schon bei der kleinsten Spinne wahnsinnig, ekel mich total und kann oft einen Schrei auch nicht unterdrücken. Ich weiß, dass sie mir nichts tun, da sie viel kleiner sind als ich – ich komme jedoch nicht gegen diesen Instinkt des Ekelns an.
    Liebe Grüße, Katrin

  • Reply Malin Rouge 3. August 2017 at 12:47

    Okay, das hört sich teilweise echt komisch an – so extreme Ordnungsfanatiker kenne ich aber auch. Vielleicht ist das einfach echt was tiefergehendes in Menschen, immer Kontrolle haben zu wollen. Solche Ticks habe ich zum Glück nicht 😀

    Liebe Grüße,
    Malin |Spark&Bark

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