Freitagspost

Freitagspost: Die Kunst frei zu sein

6. Oktober 2017
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So frei zu sein. So frei wie noch nie. Die Kunst frei zu sein. Unabhängigkeit, Ungebundenheit, Ungezwungenheit. Der Mensch ist frei geboren und überall liegt er in Ketten, sagt Rousseau. Es gibt zwei Sorten von Ketten. Es gibt einmal die Ketten, die uns die Gesellschaft anlegt. Je nachdem, in welchem Land wir leben, umso ausgeprägter. Dagegen können wir nur bedingt vorgehen. Doch die Ketten, die wir uns selbst anlegen, gegen die können wir immer etwas tun.

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Die Kunst frei zu sein

„Aber ich bin doch frei, wo sollte ich mir Ketten ablegen?“

Wir sind nicht frei. Überhaupt nicht. In unseren Köpfen sind meterhohe Mauern, Mauern aus Vorurteilen, Ängsten, Sorgen und falschen Vorbehalten. Selbst wenn wir noch so sehr unseren Kopf und unsere Meinung haben, so ist die doch immer vorgeprägt. In Gruppen entwickelt sich oft so etwas wie eine Anpassung, „Groupthink“. Den Begriff hat der Psychologe Irving Janis geprägt.

Wenn Menschen in einer Gruppe Entscheidungen treffen, dann sind sie so harmoniebedürftig, dass sie lieber ihre Meinung den anderen anpassen. Dies geschieht eher unbewusst. Wir sehen das tagtäglich auf Instagram. Instagram ist wie ein Riesenbecken als Beispiel für „Groupthink“ – harmoniebesessenes Gruppendenken.

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Werden wir immer gleicher?

Passen wir uns immer mehr an, zu einer Masse aus welligen Haaren, hübschen Armbanduhren und Flatterröcken vor traumhaften Kulissen aus Tulum und Paris? Ja und nein. Ich denke, wir haben in einer solchen Masse eine große Wahrscheinlichkeit, gerade wegen unserer individuellen Stimme gehört zu werden. Wir müssen uns nur trauen, in dieser Welt unsere Individualität wieder zu finden.

Wie finde ich meine eigene, kreative Stimme?

Erweitere deinen Horizont

Womit umgibst du dich? Schaust du dir täglich die gleichen Streams aus Instagrambildern, Blogs und Pinterest-Sammlungen an, dann ist deine Sichtweise eingeschränkt. Finde neue und vor allem ganz andere Inspirationen! 

In meinen Alltag binde ich immer wieder ganz andere Dinge ein. Neben Bloggerevents besuche ich auch mal das Stasi Gefängnis in Hohenschönhausen, ich schaue mir interaktive Fotoausstellungen an und fahre gezielt nach Friedrichshain um mir die großen besetzten Häuser in Berlin aus der Nähe anzuschauen.

Probier etwas Neues aus

Eine Videokamera, eine analoge Kamera oder ein Skizzenblock. Sprich deine Texte mal auf Band auf, hör Musik beim Schreiben. Nachts schreiben, tagsüber schreiben. Das alles bringt neue Sichtweisen, unterschiedliche Resultate und spannende Ergebnisse.

Werde unbequem

Nachdem ich darüber geschrieben habe, wie ich zum ersten Mal gekündigt habe, fühlte ich mich richtig unwohl. Im ersten Moment. War das zu privat? Allein bei Instagram haben überragend viele Leser diesen Beitrag angeklickt, mehr als 10x so viel wie sonst. Und es beweist: Weit raus aus der Komfortszene ist genau der Ort, wo du dich am besten aufhältst.

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Mein Outfit

Kleid: H&M
Sandalen: Adidas

Fotos von Christine

Location: Port St. Louis, Frankreich

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14 Kommentare

  • Antworten Saskia-Katharina Most 6. Oktober 2017 um 21:09

    Toll geschrieben! In den Worten liegt so viel Wahrheit. Manchmal muss man neue Wege gehen, um neue Wege zu gehen.

    Liebe Grüße,
    Saskia-Katharina

  • Antworten Speed-Dating 9. Oktober 2017 um 15:18

    Ich finde es gut, dass du dich mit dem Groupthink und der Kreativen Stimme beschäftigst. Während unserer non-verbalen Speed-Dating Events heben wir ebenfalls die von dir Angesprochenen Aspekte hervor. Dadurch, dass wir Meinungen und jedes gesprochene Wort beiseitelegen und uns sehen wie wir wirklich sind, kann die kreative Stimme kann viel besser gefühlt als gehört werden. Vll ist unser Speed-Dating ja etwas für dich, etwas Neues, vll. etwas unbequem und vll bald in Berlin 🙂

  • Antworten Mariella 9. Oktober 2017 um 15:31

    Was für ein schöner und inspirierender Beitrag. Du hast so Recht, ich versuche auch so frei wie möglich zu leben und meine Horizonte immer zu erweitern. Doch leider ist es gerade heutzutage nicht immer einfach sich von den Ketten der Gesellschaft zu befreien.

  • Antworten Alisa 9. Oktober 2017 um 16:31

    Immer wenn ich über das „Frei sein“ nachdenke oder wie in diesem Fall darüber lese denke ich mir: „Zum Glück studiere ich noch“. Denn während des Studiums habe ich so viele Möglichkeiten mein Leben frei zu gestalten (ohne dabei natürlich das eigentliche Ziel nicht aus den Augen zu verlieren 😉 Wenn ich da an das später „drohende“ Arbeitsleben denke wird mir ganz anders, aber ich hoffe dass ich auch da irgendwann mal die Chance haben werde frei entscheiden und gestalten zu können.

    Was Instagram angeht schreckt mich dieser Einheitsbrei ziemlich ab. An diesen tollen Bildern habe ich mich so satt gesehen, dass sie mir gar nicht mehr schön erscheinen. So kommt es, dass ich Accounts mit vielen Followern bewusst meide, da die meistens nur das selbe, schon 1000x Gesehene zu bieten haben…

  • Antworten Sky 9. Oktober 2017 um 17:44

    Sehr toller Post👍 Ich denke du sprichst da ein ganz arges Thema an. Find ich super!
    Zurzeit bin ich froh noch zur Schule zu gehen, da da neben bei das Reisen (was für mich Freiheit ist) ganz super klappt.
    Ich habe sehr lange versucht beim Thema Instagram einen einheitlichen Feed zu haben. Muss ehrlich sagen, das gefällt mir nicht wirklich. Damit entspreche ich zu sehr der Gesellschaft… Da bin ich lieber individuell ^^
    Liebe Grüße,
    Sky
    von http://www.minimalismventure.wordpress.com

  • Antworten Michelle Früh 10. Oktober 2017 um 12:50

    So ein schöner und inspirierender Post
    Ein tolles Thema liebes.
    Zudem gefallen mir auch deine Fotos wieder sehr gut
    Liebe Grüße Michelle von beautifulfairy

  • Antworten Wilhelm 10. Oktober 2017 um 20:07

    Super geschrieben, sehr tiefgehendes Thema… Manchmal möchte ihc gar nicht darüber nachdenke, weil die Unfreiheit durch die Gesellschaft so groß ist, dass man nur verrückt werden kann, weil sie nur schwer zu durhcbrechen ist. Selbst die eigens angelegten Ketten – ehrlich, wie leicht fällt dir das? Toll finde ich auch deine Gedanken zum immer gleicher werden, ich beobachte das in der Gesellschaft und finde es bedauerlich. Unbequem werden tue ich immer mal wieder, Freunde machst du dir damit nicht, aber das ist mir meist egal. (-; Liebe Grüße und eine fantastische Freiheit wünsch ich dir! (-;

  • Antworten Torsten 11. Oktober 2017 um 10:26

    Ich glaube, Freiheit gibt es nur im Geist. Im Kopf. In den Gedanken. Und diese werden letzten Endes zur Realität. Natürlich gibt es Ketten. Vor allem die der Gesellschaft. Traditionen sind auch Ketten. Rechtschreibung kann eine Kette sein. Alles im leben kann eine Kette sein, wenn wir es zu Ketten machen. Im Gegensatz kann aber auch all das der Schlüssel zur Freiheit sein, wenn wir es eben nicht als Kette sehen. Wie gesagt: Alles beginnt im Kopf und Grenzen kann man überschreiten. Wenn man will. Manchmal muss man dann halt nur mit den Konsequenzen leben können. Aber letzten Endes haben wir immer die freie Wahl. Wirklich immer. Es sind dann halt nur die Konsequenzen, mit denen wir klar kommen müssen…

  • Antworten Yvonne 12. Oktober 2017 um 12:19

    Wie wahr! Ein toller Post, der zum Nachdenken anregt… Ich wäre auch gerne wieder freier

  • Antworten Franzi 16. Oktober 2017 um 10:14

    Toller Beitrag und vor allem tolle Worte, bin durch Zufall drauf gestoßen 🙂

    LG Franzi
    http://www.vandesei.com

  • Antworten Filine 16. Oktober 2017 um 14:05

    Schickes Outfit und sehr schöner Beitrag! Ich hab mich ja erst etwas gewundert wo es zur blätterfallenden Jahreszeit noch so warm ist-Frankreich ok 👌 Liebe Grüße von Silvia

    • Antworten Andy 16. Oktober 2017 um 16:10

      In Berlin sind es aktuell auch 20 Grad 🙂

      • Antworten Nika 16. Oktober 2017 um 22:09

        Ja, Berlin hat gerade den Sommer ausgepackt der den Rest des Jahres gefehlt hat. 😀

  • Antworten Nika 16. Oktober 2017 um 22:11

    Das Kleidchen ist wirklich süß und dein Beitrag echt schön.
    Freiheit wollen alle und eigentlich liegt es immer ein wenig an einem selbst.

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