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Freitagspost: Colour My Life – mein Leben in Farben

1. Mai 2015

“You are who you are when nobody’s watching.” 
― Stephen Fry
Ich kann nicht stillsitzen, ich bin immer auf Trab, ständig auf 180 und theoretischer Kram wie Mathe oder Formeln geht mir gar nicht ab. Genetisch bedingt. Denn ich bin ziemlich Rot. Die meisten, die mich kennenlernen, sehen mich aber als sehr ruhige, fast schon verschüchterte Person an. Erlernte Verhaltensweise – außerdem strebe ich zu stark nach Individualität, um mich in Gruppen wohl zu fühlen. Genetisch bedingt eben.
Rot. Meine Lieblingsfarbe – und die Farbe, die mich auszeichnet. Ich bin sehr Rot, aber auch Blau und nur wenig Grün. So sieht meine Persönlichkeitsstruktur in Farben aus – und das sagt etwas über mich aus. Ich bin impulsiv, emotional, manchmal überstürze ich, manchmal will ich etwas zu sehr und manchmal denke ich nicht genug nach. Dafür kann ich andere begeistern und mitreißen. Blau lässt mich zäh sein, unbeirrt, oder sogar fanatisch. Grün bedeutet, ich bin sehr individuell und kann gut mit mir alleine sein – nur leider besitze ich keine gute Menschenkenntnis und werde öfters von anderen Menschen enttäuscht.
Eine Handvoll Fragen beantworten, an einem Structogram Rädchen drehen und dann seine eigene Persönlichkeit ablesen können? Hört sich nach einem Haufen Humbug an – klingt fast schon esoterisch und nach Scientology irgendwie auch. Merkwürdig nur, dass es schon irgendwie zutrifft.
Ich habe mich mit der Biostruktur-Analyse beschäftigt, die der Anthropologe Rolf Schirm in den 70ern entwickelt hat. Sie basiert darauf, wie unsere drei Gehirnbereiche genetisch bedingt zusammenspielen: Groß-, Zwischen- und Stammhirn. Im Laufe der Zeit erlernen wir Verhaltensweisen, die nicht mit unserer ursprünglichen Persönlichkeitsstruktur zusammenpassen – je eher man sich „echt“ verhält, umso eher ist man auch glücklich und erfolgreich.

Das Erstaunliche ist, dass diese Techniken in der Wirtschaft wirklich angewandt werden – in Managerkreisen wird so abgecheckt, wer am besten wo eingesetzt wird. Das Internet ist voll von Structogram-Kursen und Trainern. Rot: Muss in den Vertrieb, Blau – ab in die Verwaltung. Grün? Gut für das Team. Natürlich sind diese Tipps auch wichtig für Autohändler und Versicherungsvertreter – ein Grüntyp muss anders überzeugt werden als ein Blauer Mensch. Sehr spannend finde ich dazu diesen Artikel vom Kölner Stadt-Anzeiger, falls euch das Thema interessiert. 
Als mir meine Schwester zum ersten Mal von der Farbenlehre erzählte, war ich mega skeptisch. Kurz gesagt, ich fand das ist totaler Mist. Wenn ich mich damit beschäftige und im Internet recherchiere, dann finde ich allerdings Artikel darüber, dass es wissenschaftlich tatsächlich belegt ist. Da wird geforscht und analysiert. 
Eigentlich läuft es doch nur auf das hinaus, was schon die ganze Zeit gepredigt wird: Be yourself. Hört sich einfach an und ist doch so verdammt schwer. 








“We have to dare to be ourselves, however frightening or strange that self may prove to be.” 
― May Sarton








Leo Coat: Urban Outfitters
Shirt: H&M
Skirt: H&M, similar here
Sneakers: Converse

Pictures by Christine


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14 Kommentare

  • Antworten Lisa Bla 1. Mai 2015 um 17:56

    Toll geschrieben!
    & was für eine wunderschöne Location!

    Liebe Grüße
    Lisa von http://www.lisasgirlystuff.blogspot.de

  • Antworten Julia 1. Mai 2015 um 18:16

    Du kannst einfach toll schreiben, ich verschlinge deinen Freitagspost immer 🙂

    Liebe Grüße, Julia.

  • Antworten Bearnerdette 1. Mai 2015 um 18:20

    Tolle Bilder und das mit der Farbenlehre ist ja interessant!

    Gruß,
    Bearnerdette

    Bearnerdettes Welt

  • Antworten Rinka Inka 1. Mai 2015 um 18:36

    Ich finde das Thema über das du geschrieben hast unglaublich interessant und finde es irgendwie toll auf einem Blog mal so etwas "anderes" zu lesen 🙂

  • Antworten Saskia von P. 1. Mai 2015 um 19:23

    Be yourself ist eine gute Sache. Ich kann gar nicht anders.

  • Antworten Just Myself 1. Mai 2015 um 20:12

    Danke für diesen tollen Freitagspost – das Thema mit den Farben finde ich richtig spannend und ich freue mich, dass du uns in deine Farbwelt ein bisschen mitgenommen hast <3

    Liebe Grüße
    Luise | http://www.just-myself.com

  • Antworten Amely Rose 1. Mai 2015 um 21:55

    richtig richtig schöne Fotos und super coole Location!
    wie findest du nur ständig so verschiedene coole stellen?
    hoffe du hattest einen schönen Urlaub? <3

    Hoffe du schaust auch mal bei mir vorbei <3
    AMELY ROSE

  • Antworten Mareike Sophie 2. Mai 2015 um 10:50

    Wunderschöne Bilder!
    Ich muss dir zustimmen, manchmal ist es verdammt schwer man selbst zu sein. Eigentlich total unlogisch. Aber man passt sich automatisch seiner Umgebung an und verändert sein Verhalten, obwohl das manchmal vielleicht gar nicht so gut ist.. Der Text ist toll geschrieben 🙂

    Liebste Grüße ♥ MS
    Sparkle & Sand

  • Antworten Meggy Fri 2. Mai 2015 um 13:23

    Your style is stunning my dear!
    BUZZOOLE: BLOGGERS WANTED //IMPOSSIBILE FERMARE I BATTITI

  • Antworten Alina 2. Mai 2015 um 15:07

    Das schwierigste ist wirklich so zu sein, wie man in Wahrheit ist. Von all den engen Bekannten die ich habe kennt nur eine einzige Person mich wirklich, und zum Glück akzeptiert sie mich auch so wie ich bin. Es ist okay, nicht jedem alles zu präsentieren, solange man die eine Person hat, wo man ohne nachzudenken so redet und sich so verhält wie man ist <3
    Wunderbare Bilder und ein Text der mich wirklich zum nachdenken anregt (wie all deine <3)

  • Antworten Carolina Aurélie 3. Mai 2015 um 09:25

    Das Thema finde ich total spannend. Habe gleich mal recherchiert und versucht mich irgendwo einzuordnen, was gar nicht so einfach ist. Irgendwie finde ich mich in allen vier Farben wieder… 😀
    Toller Post!
    Liebe Grüße aus Leipzig,
    Caro

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