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Meine Katze leidet – wie erkenne ich es und was kann ich tun?

24. Juni 2019
Meine Katze leidet

Katzen leiden still. Das macht es sehr schwer zu erkennen, wenn sie eine Verhaltensstörung entwicklen oder eine psychosomatische Erkrankung. Im Fall von Hexe war es gerade zu Beginn sehr gut erkennbar, denn sie hatte einen starken Putzzwang. Ich habe Hexe und Luna im April 2012 aus einer Tiernotstation zu mir und Christine geholt. Die zwei lebten sich gut bei uns ein, doch Hexe hatte gerade in den ersten Jahren sehr große Probleme. Sie putzte sich den Bauch wund. Teilweise war die Haut wund oder sogar blutig. Der Tierarzt konnte hier auch nicht helfen. Mit den Jahren besserte es sich. Doch erst seit einem guten halben Jahr ist Hexe völlig gesund und hat ein dickes Fell am Bauch bekommen – nach über sieben Jahren! Meine Katze leidet ist daher das heutige Thema – wie erkenne ich es und was kann ich tun?

 

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Meine Katze leidet

 

Meine Katze leidet – wie erkenne ich es?

 

Der Putzzwang von Hexe war gerade in den ersten Jahren schnell erkennbar. Sie verbrachte viel Zeit damit sich hektisch ihren Bauch abzulecken. Wir haben damals vieles ausprobiert, doch erst Jahre später hat sie den Zwang vollkommen überwunden! Was ich geändert habe, verrate ich euch in diesem Beitrag. Ein anderer Fall ist noch schwieriger: Wenn die Krankheit nicht so direkt zu erkennen ist. Hexe hatte auch mal eine Blasenentzündung. In dieser Zeit hat sie sich wenig bewegt, war sehr still und zurückgezogen. Erst der Besuch beim Tierarzt brachte Klarheit über ihr Verhalten!

 

Meine Katze leidet

 

Wie entstehen psychosomatische Krankheiten bei Katzen?

 

Ich tippe bei Hexe stark auf traumatische Erfahrungen bei ihren vorherigen Haltern. Leider weiß ich nichts über ihre Erfahrungen vor ihrem vierten Lebensjahr. Katzen reagieren auf Traumata oder falsche Haltung mit aggressivem Verhalten oder psychosomatischen Erkrankungen – das kann beispielsweise auch so ein Putzzwang sein. Durch viel Stress kann auch Durchfall und erhöhtes Erbrechen entstehen. (mehr zum Thema bei Akademie für Tierheilkunde)

 

Meine Katze leidet

 

 

Was kann ich tun – was hat im Fall von Hexe konkret geholfen?

 

In den ersten Monaten halfen Pheromone – es gibt verschiedene Verdampfer von Feliway, die man in die Steckdose steckt und durch diese Duftstoffe fühlen sich die Katzen wohler. Das ist für den Menschen nicht spürbar. Nach dem Umzug nach Berlin hatte ich auch solche Pheromone wieder gekauft.

Doch warum war Hexe plötzlich geheilt, nach all den Jahren? Ich habe mich gefragt was ihr nun geholfen hat. Tatsächlich denke ich der Hauptgrund ist die viele Zeit die ich mit ihr verbringe. Seit November arbeite ich im Home Office und verbringe sehr viel mehr Zeit zu Hause. Außerdem lebt Hexe nun in Berlin in einer fast doppelt so großen Wohnung wie vorher und sie hat ständig Zugang zu einem großen Balkon. Diese Mischung aus verbessertem Verhältnis zu mir und den verbesserten Außenverhältnissen haben meiner Ansicht nach den Erfolg gebracht.

Ihr müsst es euch so vorstellen: Ich kannte Hexe nur mit fast kahlem Bäuchlein. Seit einem guten halben Jahr hat sich ein konstanter Flaum auf ihrem Bauch entwickelt und jetzt sieht er sogar richtig „behaart“ aus. Mich macht das unglaublich stolz und glücklich so zu sehen, wie gut es ihr nun endlich geht. Sie ist auch extrem aktiv, trotz dem mittlerweile stolzen Alter von fast zwölf Jahren.

 

10 Tipps für Wohnungskatzen

Meine Katze leidet

 

Zusammengefasst – so könnt ihr eurer Katze helfen, wenn sie leidet:

  • Zuallererst: Besuch beim Tierarzt und körperliche Probleme ausschließen
  • Ist die Wohnung katzengerecht? Katzenklos sind ein großes Thema. Luna und Hexe brauchen beispielsweise drei Toiletten, sonst machen sie in die Wohnung – nur mit drei Toiletten ohne Deckel kommen sie wirklich gut klar
  • Bekommt meine Katze genug Zeit und Aufmerksamkeit?
  • Kann sie mal raus – in den Innenhof, Balkon, Fensterbank?
  • Ablenkung: Hat sie genug zum Spielen, ist Katzengras vorrätig?
  • Bei großen Belastungen wie Umzug Pheromone zusätzlich einsetzen
  • sicheres Umfeld: Zuverlässige und liebevolle Urlaubsvertretung
  • keine Bestrafungen oder ungerechtes Verhalten, liebevoller Umgang (das sollte generell selbstverständlich sein!)

 

Natürlich gibt es auch Tierpsychologen oder sogar Psychopharmaka für Haustiere. Doch davon habe ich weder Erfahrungswerte noch kann ich wirklich sagen, ob das sinnvoll ist. Wie sind eure Erfahrungen zu dem Thema?

 

Meine Katze leidet

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10 Kommentare

  • Antworten Dajana 25. Juni 2019 um 07:23

    Huhu!
    Das freut mich das Hexe nun wieder einen Fellbauch hat !
    3 Klos sind ja eine Menge , wir hatten , als Tigger noch da war 2 , aber Monchi hat das nie benutzt , da sie auch immer nach draußen können .
    Da es Tigger nicht mehr gibt , haben wir nur noch ein´s , für den Fall der Fälle .
    Katzen müssten reden können , dann wäre es echt einfacher ihnen zu helfen 🙂
    liebe grüße dajana

  • Antworten Lena 26. Juni 2019 um 10:38

    Ich freu mich sehr das ihr das in den Griff bekommen habt. Die Bilder sind toll.
    Liebe Grüße Lena von http://allaboutlifeblog.de/

  • Antworten IcefeeTestet 26. Juni 2019 um 12:58

    Meine Tochter hat seit drei Tagen eine Katze, ich werde ihr den Beitrag zeigen. Danke für die tollen Tipps, die kann man gut gebrauchen.
    Liebe Grüße Katrin

  • Antworten Avaganza 26. Juni 2019 um 23:30

    Schön dass ihr es wieder hinbekommen habt. Ich habe keine Katze … aber ich kann nachfühlen wie schlimm es sein muss wenn man merkt dass es seinem Liebling nicht gut geht.

    lg
    Verena

  • Antworten Julia 26. Juni 2019 um 23:31

    Ich hatte leider noch nie eine Katze, bin aber auch eher der Hunde-Typ. Ich finde aber sehr interressant was du schreibst und werde den Artikel meiner Mama, sie hat zwei Miezen, weiterleiten.

  • Antworten Jaeb, Angelika 27. Juni 2019 um 17:33

    Geli, ich habe eine Katzenmama mit drei Kinder. Als unsere Schwägerin starb nahmen wir ihre Katze bei uns auf. Diese war sehr schwierig, sie kam mit unseren Katzen nicht zurecht. Wir mussten sie wieder zurückgeben. Aber seit diesen Tagen war unser Maincoonmix von der Rolle. Sie leckte sich fast am ganzen Körper kahl und hatte viele blutige Stellen. Ich bemühte mich sehr um sie, aber es half nichts. Sie verkroch sich und wurde still. Ich besorgte mir dann Kraeuterkissen fuer Katzen, Bachbluetentropfen, Hefetabletten und Biotinpulver. Und siehe da, nach einem Jahr 9war sie wieder die Alte, spielt wie früher mit ihren Geschwistern. Ich bin froh, keine medizinische Kur gemacht zu haben, die mit Sicherheit die Nieren geschädigt hatten. Also viela Zuwendung hilft am Besten. Liebe Gruesse Angelika, bonn, 27.6.2019

  • Antworten Suphani 27. Juni 2019 um 19:13

    Schön, dass es der Hexe wieder gut geht. Ich hatte zwei Katzen und der eine hatte sich büschelweise die Haare rausgerissen am Rücken und ich wusste nicht was los war. Bei meiner Katze das gleiche am Bauch, aber sie hatte einen Mamatumor und hat es deshalb getan. Leider musste sie dann eingeschläfert werden. Seitdem haben wir keine Katzen bzw Tiere mehr im Haus.

  • Antworten Bea 30. Juni 2019 um 22:32

    Oh, es ist so schön zu lesen, man spürt, wieviel Dir an den Katzen liegt! Schön, dass es Hexe wieder gut geht! Deine Tipps kann ich nur bestätigen. Und Katzen sind sehr unterschiedlich! Unsere hatte auch 2 Katzenklos, an den Stellen, die sie sich ausgesucht hat. Okay, in der Küche fanden die Gäste seltsam, aber für mich wars okay, denn ich musste sie eh sofort saubermachen, denn sonst wäre sie kein zweites Mal reingegangen. Man tut alles, damit es dem Tier gut geht, da bin ich ganz bei Dir!

    Lieben Gruß, Bea

  • Antworten Dahi Tamara 8. Juli 2019 um 14:42

    Ich möchte mir in meiner neuen Wohnung wieder eine Katze zulegen und werde deine Tipps im Kopf behalten – habe ihn mir eingespeichert.
    Danke!

    Liebe Grüße
    Dahi Tamara

  • Antworten Rebecca 17. Juli 2019 um 08:26

    Ein toller Beitrag. Leider habe ich keine Katzen, finde es aber sehr spannend, worauf man achten sollte. 🙂

    Liebe Grüße
    Rebecca

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