Noch niemand hat die Geburt eines Berberäffchens live mitverfolgen können. Die kleinen Äffchen kommen mitten in der Nacht zur Welt – hoch oben in den Baumwipfeln! Bei unserem Besuch auf dem “Affenberg” – La Montagne des Singes – bekamen wir allerdings so einige Baby-Äffchen zu Gesicht. Die Anlage liegt im französischen Elsass, genauer gesagt in Kintzheim. Für uns ein Tagesausflug, ungefähr 180 Kilometer entfernt von Saarbrücken.
Wir machten uns die vorletzte Woche auf den Weg ins Elsass. Aus Bequemlichkeit zahlten wir die nervige Autobahn-Maut (bitte niemals in Deutschland einführen!) und umfuhren die Strecke nicht. Mittagessen gab es in einem französischen McDonalds, in dem alles etwas anders war – vor allem die Preise, leider viel teurer als bei uns.
Das Waldgebiet, in dem über 200 Berberaffen leben, befindet sich auf einem Berg. Parkplätze gibt es ausreichend, der Eintritt kostet 9 Euro inklusive einer Handvoll Popcorn und die Öffnungszeiten sind immer so bis 18 Uhr. 17 Uhr angekommen, schnell bezahlt und dann endlich durch die Gittertür hinein in das Affen-Areal. Man merkt es gleich am Geruch. Der ist irgendwie anders – es riecht nicht so richtig wie im Zoo, aber nach wildem Tier und Wald. Es gibt Wege, die abgegrenzt vom Waldgebiet sind, aber die Affen bewegen sich ganz frei. Im gesamten Park arbeiten Aufseher, die alle auch deutsch sprechen und weitere Informationen zu den Affen erzählen. Schon nach den ersten Metern sehen wir den ersten Affen. “Ein Weibchen”, sagt die Zoo-Aufseherin, “Man erkennt sie am Hinterteil. Außerdem sind sie kleiner als die Männchen.”
Ein wenig Angst habe ich schon davor, dem Äffchen das Popcorn zu reichen. Am Eingang erzählte die Kassendame uns, wir müssen auf Taschen aufpassen, weil die Affen klauen auf der Suche nach Nahrung. Aber weit gefehlt. Die Äffchen waren ganz vorsichtig. Die Affendame schaute sich das Popcorn auf meiner Handfläche an, streckte ihre Fingerchen aus und klaubte ihr Futter ganz zart aus meiner Hand. Ich habe fast nichts gespürt davon!
Natürlich essen die Affen sonst kein Popcorn, das ist nur ein Leckerli. Viele wollten auch gar kein Popcorn und mümmelten lieber genüsslich Körner, Gras und Knospen vom Waldboden. Wir schauten uns eine Fütterung mit Erklärung am Wasserfall an. Dabei genossen die Affen leckere Melonen und Salat. Richtig gesunde Ernährung! In ihren Ursprungsländern in Nordafrika fressen sie aber auch Skorpione, Raupen oder Heuschrecken.
Falls ihr euch wundert, wieso es den Affen bei uns im Winter nicht zu kalt wird: Die Berberaffen leben in gebirgigen Gegenden Nordafrikas, da wird es im Winter sehr kalt und schneereich. Deswegen können sie bei uns ganz gut leben.
Die Affen schlafen nachts in Bäumen! Das machen sie um sich vor Feinden zu schützen. Deswegen erblicken dort auch die kleinen Äffchen das Licht der Welt. Leider sind Berberaffen eine gefährdete Tierart und es gibt nicht mehr allzu viele von ihnen in freier Laufbahn. Der Affenpark in Kintzheim hat schon viele Affen wieder in ihrer natürlichen Umgebung ausgewildert.
Diese und weitere Infos haben wir während unserer Tour bekommen. Der Rundweg ist nicht lange – 800m und eine Stunde reicht aus, vielleicht ein bisschen länger, wenn man viele Fotos macht. So wie wir natürlich!
22 Kommentare
süß die äffchen 🙂
normalerweise bin ich ja nicht so der freund von tierparks oder zoos, aber dass die auch wieder in ihre natürliche umgebung ausgewildert werden finde ich gut
lg
Die kleinen Äffchen sind ja mal super niedlich! Wirklich toll das man den Tieren so nahe kommen kann und sie sich anscheinend relativ frei bewegen können.
LG
Ela
Ja, die können sich da ganz frei bewegen 🙂
Ui, wie toll! Bei uns in der Nähe gibt es auch einen Affenberg, in Salem. Das liegt am Bodensee. Ich war dort mal als Kind und hab nun von meinen Freundinnen einen Gutschein bekommen, so dass wir im Sommer alle mal dorthin fahren. Ich freu mich schon drauf, die Äffchen sind wirklich süß, vor allem wenn sie so klein sind. Und ich finds auch toll, dass sie sich dort einfach frei bewegen können und nicht nur ein kleines Gehege haben wie im Zoo.
Schöne Fotos sind bei euch entstanden 🙂
LG,
Lia
Den Affenberg in Salem hat meine Sis als Kind auch schon mal besucht, sie hat es noch sehr gut in Erinnerung behalten! 🙂
Was für ein schöner Ausflug! Toll berichtet Andrea, du hast so eine klasse Art zu schreiben!
Liebst Anni
Fashionhamburg
Vielen Dank!!!
Okay ich bin mehr als mega neidisch!! Die Bilder sind soo süß und die Äffchen sehen so niedlich aus! Au Backe, da muss ich auch mal hin!
nice
http://www.giveawaydose.in
Oh very beutiful pics sweetie!
xx
http://www.sakuranko.com
oh gott, wie süüüüüüß – toller tipp, auch wenn es von hier vllt 680 km sind – aber man soll ja niemals nie sagen 😉
lg sonja
Tolle Fotos 🙂 Klingt nach einem schönen Ausflug.
Oh wie süß – richtig tolle Bilder!
Ein superschöner Post
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Aw wie süß <3 Da bekomm ich gleich Herzchen in den Augen!
Liebe Grüße von Ella loves
Aww super cute die Äffchen.
Siehst natülich auch super aus mit dem Bandana.
xx Lori
http://fabeau-trends.blogspot.de
Was für schöne Bilder und die Äffchen sind zuckersüss!
Liebe Grüße Jessy von Kleidermädchen
Hihi, sehr süße Fotos. In den Park wollten wir auch mal fahren 😉
Die Fotos sind wirklich süß! Ich war auch schonmal in so einem Affenpark, damals war ich noch jünger aber das war selbstverständlich eine Attraktion!
In einem Monat fahren wir von der Schule aus auch ins Elsass, da bin ich schon gespannt!
Oooooh, wie putzig sind denn bitte die Äffchen?
Hä?! Eben hat er mir "Sie verwenden bereits ein G+ Profil in ihrem Blog" gesagt, als ich den Kommentar abschicken wollte.
Der Test ging nun aber. Komisch. Und Kommi umsonst geschrieben, ist natürlich w wie weg.
Jedenfalls wollte ich sowas wie:
"Die Produkte hören sich sehr gut an und gefallen mir auch vom optischen her gut" schreiben.
Liebst
Jane von Shades of Ivory
Schöne Fotos, vorallem das letzte gefällt mir sehr! 🙂 ♥
Wir schauen es uns demnächst auch mal an 🙂 Aber erstmal geht's in den Zoo Mulhouse im Elsaß 🙂
Grüsse ♥
[…] im Schwarzwald, ein Wochenende in Münster, fuhren gleich zweimal zur Stijl, fütterten Äffchen in Kintzheim, schossen Fotos in Nancy und in Düsseldorf. Am allerwichtigsten: Wir verbrachten eine Woche […]