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Geld sparen mit Baby: So habe ich meine Ausgaben neu sortiert

7. September 2026
Porträt von Andrea von andysparkles im weißen T-Shirt vor heller Wand

Wie hoch sind eigentlich meine Fixkosten? Ich hatte jahrelang keine Ahnung davon. In den letzten Jahren meiner Selbstständigkeit bin ich finanziell immer gut über die Runden gekommen. Deshalb hatte ich nie den Druck, meine monatlichen Fixkosten bis auf den letzten Euro zu kennen. Doch die Schwangerschaft hat mich mehr darüber nachdenken lassen.

Als Selbstständige hatte ich schlicht keine Ahnung, wie viel ich nach der Geburt würde arbeiten können. Wäre ich nach ein paar Wochen wieder am Start? Oder würde monatelang erst mal gar nichts gehen? Das lässt sich vorher nicht planen. Was ich aber herausfinden konnte: Was brauche ich jeden Monat fest, und wo geht das Geld eigentlich hin?

Wenn dich diese Themen interessieren, dann schau gerne regelmäßig hier auf dem Familienblog vorbei! Ich spreche Themen an, die kein Tabu sein sollen.

Andrea von andysparkles sitzt auf einer Bank vor heller Wand im lässigen Alltagslook

Der Status quo: Welche Fixkosten habe ich?

Ich habe private und berufliche Ausgaben strikt getrennt und alles auf den Prüfstand gestellt. Fixkosten, Versicherungen, Abos, Tools und all die kleinteiligen Beträge, die monatlich unbemerkt abgehen.

Ich habe mir angesehen:

  • Welche Kosten fallen garantiert jeden Monat an?
  • Welche Versicherungen und Verträge laufen wirklich?
  • Welche Software und Tools bezahle ich beruflich?
  • Welche Abos nutzen wir tatsächlich?
  • Wo kann ich im Zweifel sofort den Stecker ziehen?

Kleine monatliche Kosten werden schnell erstaunlich groß

Spannend waren vor allem die Posten, die man gerne übersieht. Zehn oder fünfzehn Euro für irgendeinen Dienst fallen im Einzelnen nicht auf. Wenn fünf davon parallel laufen, summiert sich das aufs Jahr gesehen gewaltig.

Mein Freund und ich haben zum Beispiel Verträge wie Netflix, Duolingo und Spotify zusammengelegt. Der Komfort bleibt exakt derselbe, aber die laufenden Kosten sinken. Genau das sind die besten Punkte: Sparen, ohne dass man im Alltag einen Verzicht spürt.

Seitdem schaue ich bei automatischen Abbuchungen genauer hin. Brauche ich das wirklich? Gibt es Partnertarife? Gerade kleine Abos laufen oft jahrelang weiter, einfach weil man sich nie die Mühe macht, sie zu kündigen. Ich hatte beispielsweise jahrelang ein völlig ungenutztes Audible-Abo. Das sind monatlich 9,99 Euro – kaum bemerkbar, aber fast 120 Euro im Jahr.

Andrea von andysparkles kuschelt mit Baby Dottie auf dem Sofa – Familienalltag während der Beikostphase.

Die Baby-Erstausstattung war bei uns ein ganz anderes Thema

Beim Thema Erstausstattung habe ich gemerkt, wie schnell man Geld für Dinge ausgibt, die man für absolut überlebenswichtig hielt.

Ich habe unzählige Listen abgearbeitet, um bloß gut vorbereitet zu sein. Am Ende hatte ich manche Sachen doppelt, weil ich den Überblick verloren hatte. Zwei Badethermometer braucht kein Mensch.

Heute sehe ich diese typischen Checklisten sehr kritisch. Ein paar Dinge braucht man ab Tag eins. Alles andere kann man entspannt nachkaufen, wenn man merkt, dass es im Alltag fehlt.

In meinem Artikel über diese Baby-Erstausstattung, die wir wirklich gebraucht haben, habe ich nach den ersten Monaten ehrlich aufgeschrieben, was sinnvoll war und was komplette Geldverschwendung. Mein wichtigster Tipp an werdende Eltern: Kauft nicht alles, nur weil es auf irgendeiner Liste steht.

Secondhand lohnt sich bei Babys am meisten

Bei Babykleidung und vielem mehr ist Secondhand für mich meistens die vernünftigste Wahl. In den ersten Monaten passen die Sachen oft nur wenige Wochen. Dementsprechend gut erhalten sind die Kleider, die man gebraucht bekommt.

Klar gibt es Produkte, die ich neu kaufe – vor allem, wenn es um Sicherheit geht. Aber Kleidung, Spielzeug, Bücher oder Stubenwagen müssen nicht neu aus dem Laden kommen. Babys nutzen diese Dinge nur für eine kurze Zeitspanne.

Zur Geburt wollen alle ein Geschenk mitbringen. Eine konkrete Wunschliste verhindert, dass man am Ende mit zehn Kuscheltieren, aber ohne die nötigen Basics dasteht. Wie wir das gelöst haben, steht in meinem Beitrag zum Thema Online-Wunschliste erstellen.

Andrea von andysparkles plant eine Costa Rica Rundreise am Handy auf dem Hotelbalkon in Brasilien

Fixkosten und variable Ausgaben getrennt betrachten

Es gibt starre Kosten, die man kurzfristig kaum ändern kann: Miete, Versicherungen, BVG-Karte, Rundfunkbeitrag, Internet. Und es gibt variable Ausgaben, die jeden Monat anders aussehen: Lebensmittel, Kleidung, Freizeit oder Restaurantbesuche.

Wenn du sparen willst, bringt es nichts, dich über eine hohe Miete zu ärgern, an der du gerade nichts ändern kannst. Konzentrier dich auf den Bereich, den du direkt steuern kannst.

Eine schlichte Aufteilung reicht völlig:

  1. Feste Ausgaben: Was geht garantiert ab?
  2. Variable Ausgaben: Was geben wir flexibel aus?
  3. Rücklagen: Was lege ich jeden Monat zurück?

Die 50-30-20-Regel als grobe Orientierung

Eine bekannte Methode ist die 50-30-20-Regel. Das Nettoeinkommen wird dabei so aufgeteilt:

  • 50 % für Notwendiges (Wohnen, Energie, Lebensmittel, Versicherungen)
  • 30 % für Freizeit und persönliche Wünsche
  • 20 % für Sparen und Rücklagen

Mit Familie sollte man diese Formel locker sehen. Wenn Miete und Wocheneinkauf in einer Großstadt schon den Großteil schlucken, lässt sich das nicht einfach passend rechnen. Sie hilft aber, ein Gefühl dafür zu bekommen, ob das Verhältnis völlig aus dem Ruder läuft – etwa wenn zu viel Geld für Kram draufgeht, der eigentlich gar nicht wichtig ist.

Ein Haushaltsbuch muss nicht kompliziert sein

Wer nicht weiß, wo das Geld jeden Monat bleibt, sollte seine Ausgaben eine Zeit lang konsequent aufschreiben. Die Verbraucherzentrale bietet zum Führen eines Haushaltsbuchs verständliche Tipps und Vorlagen.

Ob App, Excel oder Notizbuch: Nimm das, was du wirklich nutzt. Schon der Blick in die Kontoauszüge der letzten drei Monate reicht oft aus. Erst in der Gesamtsumme fällt auf, wie viel Geld durch spontane Online-Käufe oder Lieferdienste wegfließt.

Bei größeren Anschaffungen nicht nur auf die Monatsrate schauen

Mit Kind ändern sich nicht nur die laufenden Kosten. Es stehen auch immer wieder größere Posten an – vom Kinderwagen bis hin zu den Möbeln für das Kinderzimmer.

Natürlich bezahlt man so etwas am besten aus Rücklagen. Das geht nur nicht immer. Wenn eine Finanzierung im Raum steht, muss man sie realistisch durchrechnen. Eine kleine Monatsrate klingt entspannt, sagt aber wenig über die echten Kosten aus. Laufzeit, Zinsen und die Gesamtsumme müssen passen. Mit dem Kreditrechner von easycredit lassen sich verschiedene Summen und Laufzeiten vorab durchspielen. So sieht man direkt, welche monatliche Belastung entsteht, bevor man eine Entscheidung trifft. Für mich gehört genau das zu einem vernünftigen Umgang mit Geld.

Wie Geld sparen mit Baby wirklich funktioniert

Seit ich Mama bin, denke ich bei Geld bewusster. Wir geben kaum noch Geld dafür aus, Essen zu bestellen. Das war früher ein riesiger Faktor! Denn jetzt koch ich viel lieber frisch, weil die Kleine am Tisch mit isst. Deswegen fällt hier schon mal eine große Ausgabe weg. Das Geld können wir dann für die Kleine zurücklegen oder für neue Anschaffungen im Kleinkindalltag nutzen. Worauf es mir ankommt:

  • Die eigenen Fixkosten ganz genau kennen
  • Regelmäßige Abbuchungen und Abos konsequent aussortieren
  • Partnertarife und gemeinsame Verträge nutzen
  • Gebrauchte Babysachen nutzen
  • Größere Anschaffungen vorher sauber durchrechnen
  • Jeden Monat einen festen Betrag zurücklegen

Vor allem der Überblick hat mir schon in der Schwangerschaft den Kopf freigemacht. Ich wusste zwar nicht, wie viel ich arbeiten würde – aber ich wusste genau, was wir zum Leben brauchen. Das gibt echte Sicherheit.

Andrea von andysparkles im weißen T-Shirt mit Cool Mums have Cool Kids Aufdruck – Geld sparen mit Baby

Mein Fazit zum Sparen als Familie

Ein Baby wirbelt die Finanzen durcheinander. Neue Kosten kommen dazu, alte verändern sich, das Einkommen schwankt.

Einmal alle Konten und Verträge durchzugehen ist unsexy, aber es lohnt sich. Oft stellt man fest, dass Sparen mit Baby gar nicht bedeutet, sich einzuschränken – sondern einfach nur, den Überblick zu haben.

Wie hat sich dein Blick auf Geld verändert, seit du Kinder hast? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen!

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1 Kommentar

  • Antworten Mesalunita 8. September 2026 um 11:42

    Als ich das 1. Kind bekommen habe, war es mit dem Geld noch recht überschaubar. Was heißt, dass die Kosten eben durch gebrauchte Kleidung und essen möglichst selber kaufen, sich recht in Grenzen hielten. Ich habe viel im Angebot gekauft und mir selbst halt so gut wie nichts gegönnt. Als dann das 2. Kind kam, sah es bei mir tatsächlich um einiges schwieriger aus. 2 Mäuler wollten gestopft werden. Vor allem Windeln waren ein großer Kostenfaktor (allerdings bei beiden Kindern natürlich). Allerdings wo mein Mutterschaftsgeld noch vom Vollzeitjob gerechnet wurde, sah es finanziell natürlich besser aus, als dann wo es vom Teilzeitjob gerechnet wurde. Und das machte sich auch bemerkbar. Ein bisschen Inflation noch dazwischen und schon sehen alle Preise nochmal ganz anders aus. Auch hier galt es dann also wieder, viel verzichten, viel sparen. Damals konnte ich meiner Großen nicht immer jeden Wunsch erfüllen, wo der Kleine jetzt natürlich schon Vorteile hat. Aber sie versteht es, ist zwar traurig, dass so manches bei ihr nicht ging, aber freut sich natürlich umso mehr, dass sich das jetzt wieder geändert hat.
    Da wir schon immer recht sparsam waren und sämtliche Verträge zusammen gelegt haben, konnten wir an solchen Punkten nichts weiter ändern. Großartige Abos hatten wir damals noch nicht. Somit hieß es einfach selbst ein wenig zurückschrauben und mit dem Leben was man hat. Wie heißt es so schön – es ist alles nur eine Phase!

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