Freitagspost

Warum „Nicht-Perfekt-Sein“ jetzt ein Grund zum Feiern ist

18. Januar 2019
Nicht-perfekt-sein-Du musst nicht perfekt sein-Lebensstil Wabi-Sabi-japanischer Einrichtungstrend-Freitagspost andysparkles

„Die Deutschen lieben diesen uniformen Look“, schimpft der Stylist vor sich hin. „Ich habe heute 20 Mädels den gleichen Look gestylt. Alle sehen gleich aus. Wenn jemand mal aus der Reihe tanzt und sein eigenes Ding macht, sich wirklich traut „sich selbst“ zu sein, dann feiere ich das so richtig!“

 

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Warum ich dieses Jahr kaum auf der Fashion Week war

Noch nie habe ich eine Fashion Week so missachtet wie in diesem Jahr in Berlin. Ich konnte es wirklich nicht ertragen. Ich habe nur wenige Events wahrgenommen und hätte mir selbst da gewünscht, doch daheim zu bleiben. Warum? Weil sich hier jeder feiert für seine Oberflächlichkeit. Menschen werden in Zahlen kategorisiert, nicht in Charakter. Du bist eine Werbefläche, die benutzt wird. Mehr nicht. Deswegen sagte ich das meiste ab. Deswegen schaue ich mich immer mehr um nach Möglichkeiten, wie ich mich selbst besser entwickeln kann. Dabei bin ich auch auf Wabi-Sabi gestoßen. Was sich dahinter verbirgt, verrate ich euch in diesem neuen Freitagspost!

 

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Nicht-Perfekt-Sein – zum Glück!

Ich war kürzlich auf einer Geburtstagsparty und besuchte eine komplett durchgestylte Wohnung. Alles war teuer und hochwertig, blitzblank gereinigt von der Putzfrau, die einmal wöchentlich vorbeikommt. Die Atmosphäre war merkwürdig steril. Zwischen Kunstdrucken und sorgfältig aufgereihten Büchern, die der Besitzer sicherlich nicht gelesen hat, entstand keine Partystimmung. Die Partygäste verbrachten die meiste Zeit draußen und rauchten eine Zigarette nach der anderen. Im Anschluss habe ich mich gefragt, was gefehlt hat. In dieser perfekten Kulisse. Wahrscheinlich war es genau das, was der neue Wohntrend Wabi-Sabi vorschlägt: Ecken, Risse und Kanten.

 

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Ecken und Kanten: Wabi-Sabi

Wabi-Sabi hängt mit Zenbuddhismus zusammen. Es geht um die „Schönheit des Unvollkommenen“. Weg von teueren Designerstücken, hin zum Flohmarktfund oder dem Schrank von der Großmutter. Wabi bedeutet so viel wie einsam und verloren, Sabi steht für reif, alt.

Mehr Infos zur Einrichtung mit Wabi-Sabi

 

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Wie lebe ich Wabi-Sabi?

  • Nicht so viel Neues anschaffen
  • Was steht in meiner Wohnung herum? Was ich nicht brauche, kann ich auch entsorgen oder verkaufen
  • Werf nicht alles weg, was einen Sprung oder einen Riss hat. Makel sind okay und gehören zum Leben
  • Erlaube dir leere Stellen – Leerräume in Wohnung oder dem Raum
  • Unverputzte Wände, Leinen als Kissenüberzug – alles was rau ist und robust, strahlt „Wabi-Sabi“ aus

Wabi-Sabi steht nicht nur für einen Einrichtungsstil. Es geht auch um eine Haltung. Nicht perfekt sein, sich nicht unter Druck zu setzen. Im Augenblick sein. Jetzt, hier und heute.

 

 

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2 Kommentare

  • Antworten Saskia 19. Januar 2019 um 07:41

    Dann ist unsere Altbau-Bude wohl so richtig Wabi-Sabi 🙂 Jedenfalls gibt es hier den einen oder anderen Riss, der Holzboden ist etwas in die Jahre gekommen, eine Tür quitscht wie verrückt… Ich mag es 🙂

  • Antworten Nancy 20. Januar 2019 um 18:47

    Danke für den Beitrag. Ich kannte den neuen Einrichtungsstil noch nicht.
    LG Nancy 😉

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