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Freitagspost: Warum Vergesslichkeit richtig gut ist

9. Februar 2018
Warum Vergesslichkeit richtig gut ist-Freitagspost andysparkles-Modeblog Berlin-Birkenstock

Ich glaube es kaum, dass ich diesen Artikel schreibe. Denn gerade ich merke mir unglaublich viele Dinge und bin super genervt, wenn meine Sis so unglaublich wichtige Dinge vergisst. Beispielsweise den Namen des heißen Schauspielers aus dem Hollywood-Film, den wir vor 6 1/2 Jahren gemeinsam im Kino angeschaut hatte. Oder in welchem Kino wir damals waren. Dabei bin ich selbst auch super vergesslich, nur in anderen Dingen. Zwar merke ich mir die Namen aller Buchautoren, Schauspieler und Regisseure – doch nach meiner Schulzeit hatte ich in kürzester Zeit die Namen fast sämtlicher Lehrer vergessen. Ich kenne aber alle nur möglichen Zugangsaccounts komplett auswendig, selbst wenn sie aus endlosen Zahlenreihen bestehen. Warum ist Vergesslichkeit gut? Weil unser Gehirn so selektiert!

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Warum Vergesslichkeit richtig gut ist

Eine kanadische Studie von 2017 hat herausgefunden, dass Vergesslichkeit nur bedeutet, dass unser Gehirn automatisch verarbeitet, was eine wichtige Information ist und was nicht. Während ich also die Namen von heißen amerikanischen Schauspielern als sehr wichtig erachte, findet Christine das ziemlich überflüssig – also vergisst sie es. Sie macht in ihrem Gehirn Platz für neue Informationen! An was wir uns erinnern und woran nicht, macht es uns in Zukunft leichter, Entscheidungen zu fällen.

Es ist nicht der Sinn des Gedächtnisses, sich an alles zu erinnern. Darum tun wir es auch nicht. Die Evolution hat unser Gedächtnis so geformt, dass wir uns auf Dinge konzentrieren, die  bei Entscheidungen helfen.

„Es ist wichtig, dass das Gehirn unwichtige Details vergisst und sich stattdessen auf Dinge konzentriert, die bei Entscheidungen in der realen Welt helfen“, sagt Forscher Richards auf CNN. (Zitat via Stern)

Beispielsweise habe ich kaum Erinnerungen an Erdkunde aus der Schule. Die absoluten Basics von Tektonik habe ich mir nur gemerkt. Ich weiß also, dass unsere Erde in Bewegung ist und warum deswegen Sylt immer kleiner wird. Das hilft mir die Gegenwart zu verstehen. So ist es auch in anderen geschichtlichen Dingen oder politischen Gegebenheiten. Wir merken uns oft die Basics, die uns helfen, in der Gegenwart klar zu kommen und entsprechende Entscheidungen zu treffen. Alles andere wird als überflüssig eingestuft, ein „Zuviel“ an Informationen, was wir nicht wirklich benötigen.

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Warum können sich dann manche an alles erinnern?

Ist es nicht besser, sich wie aus Magie an alle Daten und Jahreszahlen erinnern zu können? Was ist mit den Leuten, die sich wirklich alles merken können? Vielleicht ist das Gehirn von denen nur langsamer darin, wichtige Informationen von unwichtigen Dingen herauszufiltern. Es ist also nicht unbedingt etwas Gutes. Denn je mehr Details wir wissen um einen Sachverhalt, umso langsamer können wir die Informationen verarbeiten und darauf basierend Entscheidungen fällen.

Ist Vergesslichkeit immer gut?

Schön wäre es! Natürlich nicht. Wenn wir wichtige Termine vergessen (ups, musste ich gestern zum Zahnarzt?) oder Deadlines versäumen, ist das gar nicht gut. Doch wir sind alle nur Menschen! Fehler passieren. Und zwar jedem und immer.

Da ich auch dazu neige, ständig solche Kleinigkeiten zu vergessen, habe ich mir dazu feste Systeme überlegt. Ich habe eine Excel-Liste, in der ich alle Deadlines eintrage. Dort schaue ich täglich rein und überlege rechtzeitig, was ich bis wann erledigen muss, um die Deadline zu schaffen. Eine To-Do-Liste finde ich auch sehr sinnvoll. Allerdings nur mit einigen wenigen, tagesaktuellen Punkten, um den Überblick zu behalten. Was auch hilft? Ordnung – auf dem Schreibtisch! Es macht so viel aus, wenn die Wohnung wieder aufgeräumt ist.

Manchmal frage ich mich dennoch, ob vergessen wirklich vergessen ist. Kürzlich träumte ich davon, das eine Katze namens Nala in meinem Bett schläft. Ich wunderte mich noch über den süßen Namen. Bis mir Christine erzählte, dass die Katze von AnKat so heißt – wir hatten gemeinsam auf Malta deren Videos angeschaut. Daran konnte ich mich überhaupt nicht erinnern – oder doch?

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Mein Outfit

Shirt: Heidi Klum für LIDL
Hose: New Look
Sandalen: Birkenstock
Armband*: Bijou Brigitte

Fotos von Christine
Location: Wat Arun, Bangkok

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11 Kommentare

  • Antworten Mrs Unicorn 9. Februar 2018 um 16:19

    Ich wünschte, dass ich so manches einfach vergessen könnte. Leider passiert mir das immer noch bei Erinnerungen, die ich gerne noch länger gehabt hätte.

    Liebe Grüße und noch eine schöne Woche.
    Celine von http://mrsunicorn.de

  • Antworten Blackrabbit 9. Februar 2018 um 16:32

    Klasse geschrieben, und vielen Dank für die Hintergründe. Mir geht es da ähnlich wie dir, ich kann mir die kompliziertesten Passwörter merken, aber an Geografie kann ich mich kaum erinnern. Statt der Excel-Tabelle habe ich mir etwas programmiert, was mich rechtzeitig mit Erinnerungs-E-Mails versorgt 🙂 Hat jedenfalls richtig Spaß gemacht, deinen Artikel zu lesen! Ein schönes Wochenende wünscht Volker

  • Antworten Shades of Ivory 15. Februar 2018 um 20:20

    Schöner und interessanter Post. Mein Hirn gleicht manchmal auch einem Sieb. Ich habe ein überaus gutes Langzeitgedächtnis, aber mit meinem Kurzzeitgedächtnis ist es nicht weit her.
    Pizza im Ofen, Badewasser eingelassen oder andere Dinge – die vergesse ich sehr schnell.

  • Antworten Billchen 20. Februar 2018 um 18:27

    Interessanter Beitrag! Ich wünschte mir manchmal ich könnte so manches einfach vergessen, aber das klappt leider nicht. Ich bin eher der Typ der To-Do-Listen nicht wirklich braucht und sehr selten mal etwas vergisst. Ich glaube alles hat so seine Vor- und Nachteile.

    Liebe Grüße
    Sybille von Billchen’s Beauty Box

  • Antworten Milli 21. Februar 2018 um 10:50

    Ich finde Vergesslichkeit ist bis zu einem gewissen Grad sehr praktisch. Aber wenn darunter irgendwann das Berufsleben leidet, weil man durch Unkonzentriertheit wichtige Dinge vergisst ist das eher kontraproduktiv. Deshalb ein Hoch auf Kalender 🙂

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

  • Antworten I need sunshine 21. Februar 2018 um 13:57

    Super schöne Bilder und tolles Outfit! Ich vergesse eigentlich recht viele Sachen die für andere wichtig sind. Geburtstage und Telefonnumern kann ich mir nur schlecht merken. Dafür weiß ich manchmal noch Details und Kleinigkeiten von Ereignissen, die schon Jahre zurückliegen. Und wundere mich dann, warum mein Mann das zum Beispiel nicht mehr weiß 😀

  • Antworten Castlemaker 21. Februar 2018 um 18:03

    Schöne Bilder und tolles Shirt – ich werde immer vergesslicher und vor allem Namen oder Gesichter kann ich mir nur schlecht merken. Aber an bestimmte Ereignisse kann ich mich noch so erinnern als wäre es gestern.
    Liebe Grüße
    Aja von Castlemaker.de

  • Antworten Marie 22. Februar 2018 um 16:49

    Wenn ich meinen kleinen Kalender nicht hätte, dann würde ich so Vieles vergessen. Auch wichtige Daten wie Geburtstage oder Verabredungen. Telefonnummern merke ich mir schon lange nicht mehr, dafür aber sämtliche Zugangscodes. 😉
    Sehr schöne Bilder und tolles Outfit. Ganz liebe Grüße Marie

  • Antworten Julia 25. Februar 2018 um 21:11

    Hallo meine Liebe,
    so ein wundervoller Beitrag. Mein Vater vergisst auch so vieles, in der Vergangenheit. Ich kann mich hingegen an so ziemlich alles erinnern. Bis auf Zahlen. Da bin ich ganz miserable.
    Telefonnummern sind furchtbar. Wenn ich mein Handy nicht hätte.
    Besonders in der Klausurphase habe ich gemerkt, wie mein Handy selektiert. Ich sollte für meine Mutter ein paar Dinge erledigen, habe sie aber immer direkt danach vergessen, weil ich so konzentriert war.
    Liebe Grüße
    Julia
    http://www.aboutjulia.de

  • Antworten Romi 28. Februar 2018 um 21:42

    Was für eine super schöne Kulisse für das Shooting 🙂 Mir gefallen die Birkenstocks 😉 Mir ist auch oft nicht klar, warum ich mir manche Dinge merken kann seit ich 5 bin, und dann wieder Lehrernamen aus dem Gymnasium komplett vergesse… :-/

    LG
    Romi
    romistyle.de

  • Antworten Dahi Tamara 11. März 2018 um 18:00

    Meine Mutter sagte immer, dass, wenn man etwas vergessen hat, es dann schon nicht so wichtig war.
    Ich halte mich daran!

    Liebe Grüße
    Dahi Tamara von Strangeness and Charms

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