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Zukunft für den Klimaschutz oder auch die Mythen rund um Wasserstoff

24. Januar 2021
Zukunft für den Klimaschutz

(Werbung) Es ist Schicht im Schacht! Wusstet ihr eigentlich, dass ich meine Berufsausbildung in der Bergbauindustrie gemacht hatte? Tatsächlich sogar genau zu dem Zeitpunkt, als langsam Schluss war mit dem Kohleabbau. Ich habe sogar Ordner gewälzt in der Abteilung für Bergbauschäden. Daher weiß ich ziemlich genau, welche negativen Auswirkungen der Kohleabbau haben kann, mal abgesehen von den Folgen für den Klimawandel. Tatsächlich ist es nämlich so, dass wir ganz dringend auf fossile Kraftstoffe verzichten müssen, um die Erderwärmung einzudämmen und die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. Ich habe mich mit diesem Thema eingehend beschäftigt und dazu recherchiert! Dabei bin ich auf Wasserstoff gestoßen, denn Wasserstoff gilt als Zukunft für den Klimaschutz unter den neuen Energieträgern. Doch was ist Wasserstoff eigentlich? Was hat es mit den Mythen rund um Wasserstoff zu tun, stimmen sie oder nicht? Schließlich wird das Thema gerade sehr kontrovers diskutiert. Ganz viele weiterführende und detaillierte Informationen zu diesem Thema findet ihr auf der Homepage von E.ON. Sie sind der Wegbereiter der europäischen Wasserstoffwirtschaft.

 

Zukunft für den Klimaschutz

 

Zukunft für den Klimaschutz – was ist Wasserstoff?

 

Ich konnte bisher mit dem Begriff nicht so viel anfangen. Wer gut im Chemieunterricht aufgepasst hat, dem geht es da sicher anders. Denn Wasserstoff ist das häufigste chemische Element im Universum! Es wurde bereits im 18. Jahrhundert entdeckt und ist ein wichtiger Rohstoff in der Chemieindustrie seit über 100 Jahren.

Die Bundesregierung plant, dass Deutschland der zukünftige Weltmarktführer der Wasserstoffindustrie wird. Doch wie steht es um die kontroversen Diskussionen? Welche Mythen ranken sich um das Thema Wasserstoff?

 

Mythen rund um Wasserstoff

 

 

Mythen rund um Wasserstoff

 

Wasserstoff ist zu gefährlich?

 

Viele haben Angst davor, dass Wasserstoff zu gefährlich ist. Tatsächlich denken da einige an eine Wasserstoffbombe. Faktisch sieht es jedoch so aus, dass Wasserstoff sogar sicherer als Benzin ist! Ein Luft-Benzingemisch detoniert bereits bei einer Konzentration von 1,1%. Ein Luft-Wasserstoffgemisch hingegen explodiert erst bei 18%! Falls ein durch Wasserstoff betriebenes Fahrzeug mal in eine kritische Situation geraten sollte, beispielsweise bei einem Unfall in einem geschlossenen Raum (wie in einem Tunnel oder einer Garage), dann sorgen auch noch bestimmte Sicherheitsmaßnahmen wie Überdruckventile dafür, dass der Wasserstoff dennoch geregelt entweichen kann. Wasserstoff ist ein sehr flüchtiger Stoff, Benzindämpfe hingegen sacken nach unten ab und bleiben da erstmal. Dadurch, dass sie nicht verschwinden, sind sie auch so lange entzündlich.

Es gibt übrigens auch bereits Züge und Lkw’s, die mit Wasserstoff angetrieben werden. Der weltweit erste Wasserstoff-Zug startete im Jahr 2018! Diesen Mythos können wir also entkräften.

 

Die Infrastruktur fehlt?

 

Nun wird es komplizierter. Wie sieht es mit der nötigen Infrastruktur für die Versorgung mit Wasserstoff aus? Tatsächlich können dafür zumindest zum Teil schon bestehende Gasnetze verwendet werden. Aktuell werden diese Gasnetze nämlich noch für fossile Gase verwendet, die ja ersetzt werden sollen. Diese bestehende Infrastruktur kann allerdings noch verwendet werden! Sie werden dann um neue Wasserstoff-Fernleitungen ergänzt. Wie viel ergänzt werden muss, wird momentan noch erforscht. Zudem wird erprobt, wie viel Wasserstoff in das bestehende Netz eingespeist wird. E.ON plant außerdem H2-ready zu sein für die landesweite Wasserstoffversorgung. 

Der Mythos stimmt also nur zum Teil, denn die Infrastruktur muss nicht völlig neu erstellt werden, sie ist zum Teil schon gegeben und der Rest ist in Planung.

 

Mythen rund um Wasserstoff

 

Zukunft für den Klimaschutz

 

 

Der Klimawandel betrifft jeden Einzelnen von uns. Es ist so wichtig, dass wir in der Lage sind, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Um emissionsfreien Strom erzeugen zu können und alle Zweige unserer Wirtschaft damit bedienen zu können, reichen erneuerbare Energien noch nicht aus. Deswegen kann Wasserstoff hier eine ganz wichtige Schlüsselrolle spielen!

 

Habt ihr euch schon mal mit diesem Thema beschäftigt? Wie steht ihr dazu?

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9 Kommentare

  • Antworten Marie 24. Januar 2021 um 09:08

    Ein richtig toller Artikel, regt auf jedenfall zu Nachdenken an. Danke dir

  • Antworten Lina 24. Januar 2021 um 09:50

    So ein richtiges Thema! Man sollte dem viel mehr Beachtung schenken! Gut gemacht Andy ??

  • Antworten Sandra Jessen 24. Januar 2021 um 14:48

    Finde Ich klasse, dass du auch solche Themen in Angriff nimmst. Liebe Grüße

  • Antworten Gilda 24. Januar 2021 um 20:09

    Das ist ein sehr wichtiges Thema, toll, dass du darüber schreibst!

    LG Gilda
    http://www.itsgilda.com

  • Antworten Amandine Hach 24. Januar 2021 um 20:53

    spannendes thema

  • Antworten Katharina Perlbach 26. Januar 2021 um 16:31

    Ja, absolut. Der Klimawandel ist ein super wichtiges Thema und ich finde es sehr gut, dass du dich damit beschäftigst !

  • Antworten Vicky 27. Januar 2021 um 21:25

    Ich finde das Thema super spannend. In Südtirol fahren schon seit ich in der Schule war die Busse mit H2. Bozen – München ist wohl eine Teststrecke und da war das Thema immer schon sehr präsent. Der krasse Boom kam dann wohl hier erst dieses Jahr (wie mans alleine schon in den Investmens beobachten kann).

  • Antworten Sarah Weinberg 28. Januar 2021 um 08:07

    Auch wenn ich die Erforschung von Wasserstoff als Energieträger für sinnvoll halte, bitte kein Hype. Solange Kohle- und Atomstrom im Netzt kursiert ist das sowieso Unfug, genauso wie Stromimport aus der Sahara etc. Energiesparen ist immer noch die sauberste Technologie und wann bringt den VW das 1L Auto in Serie, das Herr Piech mal vorgestellt hat ??? Politische Druck ist da notwendig!.

  • Antworten Andrina 4. Februar 2021 um 08:00

    Hi Andy,
    ein toller Artikel! Ich sage schon seit Jahren, dass es sich bei Wasserstoff um die beste Alternative handeln würde. Von dem ganzen Elektro-Auto-Schwachsinn halte ich relativ wenig. Nicht nur, dass die Herstellung eines E-Autos schon wesentlich mehr Ressourcen verschlingt, als von einem „normalen“ Benziner. Ebenso die Problematik bei Unfällen mit E-Autos und von der Entsorgung der Batterie. Das sind alles Themen die meiner Meinung nach nicht wirklich durchdacht worden, als die „saubere“ E-Auto Alternative kam. Wasserstoff ist da um Welten besser, aber das ist dann wahrscheinlich wieder zu sauber für unsere Wirtschaft.
    Liebe Grüße
    Andrina

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