Seit Dottie da ist, schlafen wir zu dritt in einem Bett. Sie ist jetzt 16 Monate alt und ihr eigenes Bett nutzt sie nur mal zum Spielen. Sie schaut Bücher an. Aber schlafen? Eher nein. Momentan möchte sie am liebsten nur dann einschlafen, wenn wir mit ihr kuscheln. Ganz viel Körperkontakt! Verständlich, denn gerade kommen auch einige neue Zähnchen raus.
Wir haben noch nicht mal damit angefangen, ein Zimmer für sie einzurichten. Freunde von mir sehen das ganz anders, sie lassen ihren gleichaltigen Sohn bereits im Kinderzimmer schlafen. Wie geht das, frage ich mich manchmal. Und sollten wir das auch machen? Wann braucht ein Kind eigentlich ein eigenes Zimmer?
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Warum wir überhaupt im Familienbett gelandet sind
Wir hatten nie diesen großen Plan: Unser Kind schläft jahrelang bei uns. Es hat sich einfach so ergeben. Anfangs hat sie sogar in ihrem Babybett geschlafen. Da haben wir ihr die Flasche gegeben und sie ist selig eingeschlafen. Tagsüber, nachts. Nur wenn sie dann mitten in der Nacht geweint hat, haben wir sie zu uns ins Bett geholt. Doch jetzt, als Kleinkind, ist das eine ganz andere Geschichte.
Sobald wir auch nur versuchen, sie in ihr Bett zu legen, fängt sie an zu weinen. Daher haben wir uns entschieden: Familienbett bleibt jetzt Familienbett. Sie ist zufrieden, wir sind zufrieden.
Doch es bringt auch Nachteile mit sich. Man hat weniger Platz. Man schläft manchmal schief. Zweisamkeit im Schlafzimmer ist mit Kleinkind in der Mitte auch nicht vorhanden. Aber ich will ehrlich sein: Ich mag diese Nähe auch. Sehr sogar.
Es gibt Nächte, da liegt sie mit ihrem kleinen Kopf an meiner Schulter und ich denke mir: Das ist anstrengend, aber auch schön. Diese Phase kommt nicht zurück. Irgendwann wird sie ihre Tür schließen und ich darf wahrscheinlich nicht mal mehr ungefragt in ihr Zimmer kommen. Also versuche ich gerade, es nicht nur als Problem zu sehen.

Unser Bodenbett: gute Idee, bisher mäßiger Erfolg
Vor Kurzem haben wir ihr ein Bodenbett besorgt. Ich fand die Idee super. Kein klassisches Gitterbett, aus dem sie raus will. Kein hohes Bett, aus dem sie fallen kann. Sondern ein niedriges Bett, in das sie selbst rein- und rausklettern kann.
In meinem Kopf war das ungefähr so: Wir machen ihr Zimmer gemütlich, legen uns abends dazu, sie schläft dort ein und irgendwann bleibt sie dann einfach liegen. Die Realität war etwas anders.
Sie mag das Bett. Tagsüber. Sie klettert rein, legt sich kurz hin, steht wieder auf, räumt etwas um, läuft wieder raus. Das war es dann aber auch.
Ab wann brauchen Kinder wirklich ein eigenes Zimmer?
Das eigene Bett im Elternschlafzimmer funktioniert schon mal nicht. Doch denken wir noch einen Schritt weiter: Bräuchte sie schon ein eigenes Zimmer? Gerade wirkt das für uns ehrlich gesagt noch ziemlich weit weg.
Ich habe dazu etwas recherchiert, weil ich wissen wollte, ob es eine klare Empfehlung gibt. Die kurze Antwort: Nein, so klar ist es nicht.
Die Techniker Krankenkasse schreibt in einem Ratgeberartikel zum eigenen Kinderzimmer, dass Babys im ersten Lebensjahr grundsätzlich kein eigenes Zimmer zum Spielen oder Schlafen brauchen. Nähe zu den Eltern ist in dieser Zeit wichtiger. Zwischen einem und drei Jahren können Kinder sich dann schon mal kurze Zeit allein beschäftigen. Wirklich sinnvoll wird ein eigenes Zimmer oft eher ab etwa drei Jahren, wenn Kinder anfangen, konzentrierter allein zu spielen, zu malen oder zu bauen.
Es gibt auch Studien, die darauf hinweisen, dass manche Babys im eigenen Zimmer früher länger am Stück schlafen. Aber ganz ehrlich: Das hilft mir im Alltag nur begrenzt. Denn mein Kind ist kein Durchschnittswert. Wenn Dottie nachts wach wird und Nähe braucht, dann hilft mir keine Statistik, die sagt, dass andere Kinder vielleicht anders schlafen.
Für mich ist deshalb gerade die wichtigste Erkenntnis: Ein eigenes Zimmer ist kein Meilenstein, den man mit 12, 16 oder 18 Monaten abhaken muss. Es ist eher ein Übergang. Und dieser Übergang klappt bei manchen Kindern schnell und bei anderen eben langsam.

Unser Boxspringbett ist gerade unser Familienmittelpunkt
Als Fernando und ich zusammengezogen sind, war unser großes Boxspringbett eine sehr bewusste Entscheidung. Ich wollte ein bequemes Bett, viel Platz und guten Schlaf. Damals wusste ich natürlich noch nicht, dass dieses Bett irgendwann nicht nur unser Bett sein würde, sondern auch Dotties halber Schlafplatz.
Heute bin ich froh, dass wir uns für ein großes Bett entschieden haben. Gerade im Familienbett macht das wirklich einen Unterschied. Zwei Erwachsene und ein Kleinkind brauchen Platz. Besonders wenn das Kleinkind nachts quer liegt und sich benimmt, als hätte es allein für die gesamte Liegefläche unterschrieben.
Was bei einem großen Bett schnell auffällt: Die normale Bettdecke reicht irgendwann nicht mehr. Vor allem nicht, wenn man zu dritt darunter liegt. Irgendjemand zieht immer. Irgendjemand friert. Und meistens bin ich irgendjemand. Deshalb macht es bei einem großen Bett wirklich Sinn, die richtige Bettdecke in der Größe 200×220 finden zu wollen.
Auch Matratzenschutz ist mit Kleinkind im Bett kein übertriebenes Extra. Es passiert einfach mehr. Mal läuft Wasser aus. Mal schwitzt jemand. Mal landet doch etwas im Bett, das dort eigentlich nichts verloren hat. Dazu kommt bei uns, dass Hausstaub und Allergien ein Thema sind. Deshalb finde ich einen Matratzenschoner für Allergiker im Familienbett wirklich sinnvoll. Genau solche Dinge machen den Alltag leichter.
Unser Bett ist im Moment mehr als ein Möbelstück. Es ist Schlafplatz, Kuschelort, Krankenlager, Familieninsel und manchmal auch der Ort, an dem morgens alle noch fünf Minuten liegen bleiben, obwohl längst jemand aufstehen müsste.
Mein Fazit: Ein eigenes Zimmer ist kein Muss unter 3 Jahren
Nach allem, was ich gelesen und selbst erlebt habe, braucht ein Kind unter 3 Jahren nicht zwingend ein eigenes Zimmer zum Schlafen. Es kann schön sein, wenn der Raum da ist. Es kann helfen, langsam einen eigenen Bereich aufzubauen. Aber es muss nicht sein.
Für uns ist gerade wichtiger, dass Dottie sich sicher fühlt. Dass wir als Eltern nicht aus Unsicherheit heraus Druck machen, nur weil andere Familien es anders lösen.
Vielleicht schlafen wir in ein paar Monaten immer noch zu dritt. Vielleicht auch nicht. Ich weiß es nicht. Aber ich weiß: Es ist kein Scheitern, wenn ein Kleinkind nachts Nähe sucht. Es ist einfach eine Phase. Eine anstrengende, schöne, manchmal unbequeme Phase.
Wie war das bei euch? Ab wann hat euer Kind im eigenen Zimmer geschlafen? Hat der Wechsel schnell geklappt oder gab es auch Rückschritte? Und habt ihr das eigene Zimmer zuerst eher als Spielzimmer genutzt oder direkt als Schlafplatz?





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