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Freitagspost: Warum ich mich darauf freue, 30 zu werden

30. Juni 2017
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OhmeiiinGott, du wirst 30?!

Ja! Ja, endlich. Ich werde noch dieses Jahr, noch in wenigen Wochen die große Schwelle überschreiten, die mich endgültig von den Wilden 20ern und der Welt der Erwachsenen trennt. Was soll ich sagen, ich wollte schon immer älter sein. Als Teenie habe ich es gehasst, noch keine 18 zu sein. Ich durfte nix unterschreiben, nicht einfach mal alleine eine Wohnung mieten oder ein Piercing machen lassen. 
Tatsächlich ist es so, dass sowohl Männer als auch Frauen unglaublich „Angst“ vor dieser Zahl haben. In gewisser Art und Weise wirft sie uns unser eigenes Versagen vor. Wir sind jetzt offiziell alt und was haben wir eigentlich erreicht? Haben wir eine Website gegründet, die von 2 Milliarden Menschen genutzt wird wie Mark? Einen Oscar gewonnen wie Jennifer? Nicht mal zu Germany’s Next Topmodel hat es gereicht. 
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Wie sieht es mit der Familienplanung aus?

Als Frau stellt man es sich zumeist schick vor, mit ungefähr 28 ein erstes Kind zu haben, vielleicht mit 30 das zweite. Dann kann man noch so einigermaßen mitreden, wenn das Kindchen in die Pubertät kommt, denkt man sich zumindest. Dabei kann ich jetzt schon mit den heute 16-jährigen nicht mehr mitreden. Tatsächlich ist es dann so, wenn man tatsächlich 28 ist, dass man sich nichts weniger vorstellen kann, als jetzt ein Kind zu haben. Das ändert sich auch mit 29 noch nicht und wird sich wohl auch mit 30 nicht ändern. Ich kenne da einige und zähle mich dazu. Wir wollen jetzt keine Kids, sondern später (vielleicht). 

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Omm… finde deine innere Mitte

Anni hat mir mal erklärt, dass die innere Mitte finden nichts anderes heißt, als den ganzen Scheiß nicht zu beachten und sich immer wieder klarzumachen, dass das Leben weitergeht. Tatsächlich ist genau das eine harte Schule, durch die man in den 20ern geht. Ich habe unzählige Male Sturzbäche geheult, weil ich dachte jetzt geht die Welt unter. Tatsächlich geht sie nicht unter. Nie. Das ist nur bei den Zeugen Jehovas und amerikanischen Sci-Fi-Filmen so. 
Wenn man es mal oft (sehr oft) erlebt hat, dass die Welt tatsächlich immer weitergeht, egal was für ein Mist passiert und dass du eben diesen Mist auch ziemlich schnell vergessen hast, dann wirst du wie von selbst gelassener. Und findest diese berühmte innere Mitte. Das soll ab 30 sogar noch einfacher sein, also freue ich mich darauf natürlich ganz besonders. 


Ich kann auch mal was alleine machen

„Hattest du denn schon Freunde in Berlin? Familie?“ Ich habe wirklich sehr oft gehört, wie mutig es von mir war, mutterseelenallein in die Großstadt zu ziehen. Tatsächlich war ich viel allein in den ersten Wochen, doch ich habe mich nicht wirklich einsam(er) gefühlt. Denn ich kann auch durchaus mal was alleine unternehmen. Darüber habe ich im Freitagspost über meine ersten Wochen in Berlin berichtet. 

Sich selbst nicht so ernst nehmen

Ich habe so meine Macken. Ich bin schrecklich unordentlich, aber finde trotzdem alles in meiner eigenen Ordnung. Ich schiebe Dinge monatelang auf, wenn ich keine Deadline gesetzt bekomme. Kochen ist nicht meine Stärke, stattdessen setze ich auf einfache Gerichte und überlasse es den Profis. Ich bin unglaublich tollpatschig und ich kann mittlerweile sehr gut über mich selbst lachen. Ich stelle mich nicht mehr auf die Waage, weil ich dann 2,5 Wochen schlecht gelaunt bin. Sich selbst nicht so ernst zu nehmen ist eine wirklich große Kunst und das braucht auch seine Zeit, bis man es verinnerlicht.

Ich bin schon mal gespannt, was ich mit Ende 30 sagen werde. Ob ich dann wie verrückt auf die 40 freue (zuzutrauen wäre es mir) oder ob ich am liebsten für immer 30 wäre. Wie geht es euch mit diesem Thema des „Älterwerdens“?


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17 Comments

  • Reply Klaus Matysiak 30. Juni 2017 at 08:30

    Hallo Andrea!
    Es ist immer wieder das gleiche bevor man "0"T! Man macht sich Gedanken über die Zukunft und auch ein Resümee über die Vergangenheit kommt dann auf die Tagesordnung! Manch einer kommt da gut mit klar und manchen wird dann auf einmal das ganze Leben bewusst und stellt fest, ich werde alt! Das geht Leuten mit 20, 30, 40 usw. so. Das hört nicht auf und man kann auch einfach nicht so tun als wenn nichts wäre.
    Morgen bin ich auf einer Party eingeladen! " 37 Reloaded Party"! Ein guter Freund tut einfach so, als wenn er immer noch 37 wäre! Auch eine Möglichkeit damit umzugehen, bringt aber nicht viel!
    Nicht jeder ist dazu in der Lage, sich selber so gut zu reflektieren wie du. Ich glaube es hat damit zu tun, weil du dich ganz oft mit dir beschäftigst. Das trainiert dich geradezu einen klaren Blick auf das Leben zu bekommen. Dafür brauchen die meisten Menschen viel länger, bzw. sie erreichen diese Selbstreflexion nie. Auch das ist nicht schlimm, macht aber genau diese Übergänge im Leben schwerer. Es geht ja auch nicht nur um die Zahlen, sondern da kommen noch, angefangen mit der Pupertät, die Midlife Crisis, die Wechseljahre usw. hinzu. Das sind alles Punkte, da müssen wir alle durch. Das schöne daran ist, auch wenn man es nicht immer gleich merkt, das ist gut so! Das ist das Leben und aus der Summe all dieser Ereignisse formt sich ein ganzes Leben lang der Mensch in dir!
    Hach! Ende Oktober werde ich selber 60!

  • Reply Michelle Früh 30. Juni 2017 at 08:50

    Ein sehr schöner Beitrag und dir geht es ganz anders als mir.
    Ich wäre gerne wieder ein paar Jahre jünger und dabei werde ich dieses Jahr erst 26.
    Die Familienplanung steht auch schon bei uns.
    Nächstes Jahr heiraten wir und ziehen aus dem Haus meiner Schwiegereltern aus.
    Danach möchten wir dann auch ganz intensiv an ein Baby denken.
    Aber das wichtigste ist einfach, dass man sich mit seinem Leben wohl fühlt und keinem Zwang untersteht.
    Liebe Grüße Michelle von beautifulfairy

  • Reply Lisi Ledbetter 30. Juni 2017 at 09:47

    akzeptanz ist wohl wirklich das schlüsselwort. solche banalen dinge wie das aussehen oder alter kann man eh nicht ändern, warum dann lange darüber grübeln & kummer schieben. wünsche schon jetzt einen entspannten übergang in die 30er 🙂

  • Reply Jeannette Lorenz 30. Juni 2017 at 10:12

    Es freut mich für dich, das du das älter werden so leicht nimmst. Ich fand es furchtbar 30 zu werden und mag es eigentlich gar nicht älter zu werden. Die Zeit vergeht einfach zu schnell, das ist das schlimme daran. Ich wäre gerne nochmal Ende 20. Umso älter man wird, umso mehr Gedanken hat man. Ich finde es einfach nur schrecklich, leider.

  • Reply Schneegloeckchen 30. Juni 2017 at 11:08

    Tolle Einstellung! Ich habe in Bezug auf das Alter irgendwie keinen festen Standpunkt bzw. würde weder behaupten, dass ich mich auf das Älterwerden freue noch dass ich mir da sonderliche Gedanken mache. Letztendlich ist es ja nur eine Zahl. Bin zwar erst 25, trotzdem sieht mein Leben jetzt einfach ganz anders aus, als ich es mir vor 5 Jahren vorstellte. Da dachte ich, mittlerweile am Planen zu sein, was Hochzeit, Kinder usw. anbelangt, und jetzt kann ich mich mit dem Gedanken irgendwann mal Mutter zu werden überhaupt nicht anfreunden.

    LG von schneegloeckchen21.blogspot.de

  • Reply AnnLeeBeauty♡ 30. Juni 2017 at 11:44

    mhh ich weiß nicht..ich kann es mir nicht vorstellen sich auf die 30 zu freuen 😀

    Liebe Grüße AnnLeeBeauty

  • Reply Maya Visagistin 30. Juni 2017 at 11:45

    Ein wirklich schöner Post! 🙂 Ich habe mich total auf meine 30 gefreut, weil ich endlich alles fertig hatte. Kinderplanung war durch, Jobtechnisch alles perfekt und jetzt konnte die 30 kommen. Frieren konnte ich dann leider nicht, da meine Mama gerade aus Amerika zurückgewandert kam und ihre Möbel genau an meinem Geburtstag gekommen sind 🙂 Trotzdem ist diese 30er Lebensphase toll, denn man wird von der Aussenwelt endlich als Erwachsen angesehen, kann sich aber immer noch wie 21 fühlen 🙂
    Ganz liebe Grüße von eine auch noch neuen Berlinerin 🙂
    Maya

  • Reply Mrs Unicorn 30. Juni 2017 at 15:18

    Liebe Andrea,

    ein toller Post! Ich habe mich sehr auf meine 30 gefreut und hatte einen wundervollen Tag. Der liegt nun aber schon ein paar Jährchen zurück und mittlerweile rückt die 40 immer näher. Aber Ende Ende des Tages ist man doch so alt, wie man sich fühlt.

    Liebe Grüße
    Celine von http://www.mrsunicorn.de

  • Reply Leselaunen 1. Juli 2017 at 07:34

    Das muntert immer etwas auf =) Ich habe mit meinem Alter, ich bin 29 Jahre, solche Probleme. Obwohl es irgendwie völlig albern ist. Ich habe immer diesen inneren Druck, alles was geht, erleben zu müssen und die Befürchtung in der Vergangenheit zu viel verpasst zu haben.

    Neri
    http://www.lebenslaunen.com
    NEU http://www.lese-launen.blogspot.com

  • Reply Anni 1. Juli 2017 at 10:17

    Ach, was für ein schöner Beitrag (dass ich auf die Bilder steh, weißt du ja schon – die sind echt unglaublich gut geworden!) <3 ich freu mich auf dich Montag!

  • Reply carolionk 1. Juli 2017 at 14:06

    Erstmal Respekt! Die fast 30 hätte ich dir auf jeden Fall nicht angesehen 😉

    Mir gehts da ähnlich. Auch ich Nulle dieses Jahr noch und irgendwie dachte man früher mit 30 ist man wirklcih richtig richtig alt. Verheiratet, mitten im Job, Kinder (…). Und genau das ist alles noch so so fern. Klar gehe ich nicht mehr von Donnerstag – Sonntag feiern (da merke ich schon, dass ich alt werde ^^), aber ansonsten hat sich doch nichts geändert und ich glaub auch mit der Null dahinter wird sich nicht viel ändern. Am Ende ist es doch nur eine Zahl und wir sind so jung wie wir uns fühlen 🙂

    Viele Grüße
    Caro

    https://carolionk.com/

  • Reply gossip-gaga 2. Juli 2017 at 15:32

    Super geschrieben – Bis ich 30 bin, dauert es zwar noch ein wenig (bin jetzt 24). Aber wenn ich schaue, wie schnell die Zeit vom 18 Geburtstag bis jetzt ging, bin mich wahrlich schockiert. Finde deine Einstellung auch echt gut – vorallem beim Punkt "Kinderplanung" musste ich echt schmunzeln, weil ich denke, dass ich die Einstellung auch teilen werde in deinem Alter. Ich kann mir jetzt noch nicht vorstellen Mutter zu werden und das plane ich mal vor der 30 auch nicht. Bin immer verwundert von wie vielen Leuten das Lebensziel Kinder sind – klar Kinder sind was tolles. Aber sie verändern das eigene Leben zu 100% und ganz ehrlich – ich mag mein Leben, wie es momentan ist sehr!

    Liebe Grüße ♥
    Nicci von http://www.gossip-gaga.blogspot.de

  • Reply Alex 2. Juli 2017 at 18:06

    Ein guter Post! Momentan freue ich mich auch über jeden Geburtstag. Ich war froh, endlich 25 zu sein, obwohl ich mit 24 auch ganz zufrieden war. Und 26 war früher immer das Alter, von dem ich dachte, dann weiß ich, was ich im Leben erreichen will. Ich bin gespannt, wie ich mich an meinem Geburtstag im November fühlen werde…:D

  • Reply Carolina Aurélie 2. Juli 2017 at 19:58

    Oh, das hört man nicht so oft 🙂 Aber super so! Ich freue mich eher nicht darauf… Hab aber bis Januar noch etwas Zeit um mich daran zu gewöhnen.

    Viele Grüße und einen schönen Sonntagabend noch,
    Caro

  • Reply Saskia von The S Signature 3. Juli 2017 at 03:27

    Ich bin ja schon Ü30 und finde es überhaupt nicht schlimm. Mein 30. Geburtstag war so eine richtig tolle Party und überhaupt sehe ich in dem Alter kein Problem. Es ist ein so schönes Alter. Warum sollte man es sich schlecht reden? Dafür gibt es keinen Grund 🙂

  • Reply eleonora 4. Juli 2017 at 21:32

    Wow, ich hätte niemals gedacht, dass du schon 30 wirst! Du siehst schon ein paar Jahre jünger aus 😊Bei mir ist es in 2 Jahre aber auch schon so weit – wie die Zeit rennt 😳Kann deine Gedanken total nachvollziehen, kann mich noch daran erinnern, dass ich früher immer mit 27 mein erstes Kind haben wollte und mit 30 das Zweite – jetzt erscheint das total unrealistisch! 😂

    Sonnige Grüße,
    Eleonora my personal lifestyle blog

  • Reply Moni Plura 5. Juli 2017 at 11:56

    Sehr schönes Thema. Ich bin 33 und dachte mit 25 noch, bis 30 ist es noch so weit, dabei sind es gerade nur 5 Jahre, die so schnell vorbei gehen. 5 Jahre sind nichts… Ich dachte auch, mit 30 wirst du das und das haben. Und was ist jetzt? Mein Leben ist genauso wie vor einigen Jahren. Man kann nichts planen und das Alter ändert meistens gar nichts.

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