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Freitagspost: Du muss nicht immer positiv denken

1. Juni 2018
Du musst nicht immer positiv denken-Freitagspost andysparkles

Ich bin nicht pessimistisch. Ich bin realistisch. Das ist meine Standardantwort, wenn Leute zu mir sagen: Denk doch positiv. Du musst nicht immer positiv denken.

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Denk doch mal positiv

Ich weiß gar nicht mehr wann es angefangen hat, doch seit einiger Zeit denke ich in Worst Case Scenarios. Wenn ich am nächsten Tag verreise und meine Katzensitterin hat sich immer noch nicht gemeldet, doch sie besitzt den einzigen Zweitschlüssel zu meiner Bude, dann wäre es positiv zu denken: Die meldet sich schon noch. Ich denke aber negativ. Ich überlege mir also, meine Reise zu verkürzen, damit die Katzen nicht lange alleine sind (es ging nur um eine Übernachtung). Dadurch sichere ich mich ab. Schlussendlich hat sie sich doch gemeldet und meine Mädels gehütet, worüber ich mich dann total gefreut habe (das war positiv!). Positiv denken und einfach zu hoffen bringt mir nicht viel in so einer Situation. Ich brauche eine Lösung.

Dein Leben ist doch super…

…denk doch mal, wie es anderen Leuten in anderen Ländern so ergeht. Ach, wie ich diesen Spruch hasse. Dann müsste ich auch happy damit sein, zum Mindestlohn in einem Callcenter zu ackern, denn auch das ist so viel besser als radioaktiven Müll irgendwo in einem Schwellenland zu sammeln. In Deutschland ist fast alles besser als die Lebensumstände in so manchen Ländern. Wenn ich immer nur denke, wie gut es mir doch geht, ändert sich nie etwas. Dann kann ich nicht glücklich werden. Mein Leben ist doch eigentlich ganz okay… im Vergleich zu… nein! Fang gar nicht erst so an zu denken.

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Charles Bukowski: A smile to remember

we had the goldfish and they went around and around
in the bowl on the table near the purple drapes
across our front picture window and
my mother, poor fish, always smiling, wanting to
appear happy, she always told me, “be happy, Henry,”
and she was right: it’s better to be happy if you
can be
but my father beat her two or three times a week while
raging through his 6 foot two frame because he couldn’t
defeat what was attacking him.
my mother, poor fish, poor goldfish, poor nothing fish,
wanting to be happy, being beaten two or three times a
week and telling me to be happy: “Henry, smile!
why don’t you smile?
and then, she always did to show me how, and it was the
saddest smile I ever saw upon the earth, like hell and
hell and hell and hell, and nothing else
one day all the goldfish died, all five of them,
they floated on top of the water, on their sides, the
eye on each top side still open,
and when my father got home he threw them to the cat
there on the kitchen floor and we watched as my mother
smiled

(via poemhunter.com)

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Es ist nicht gut, die schlechten Dinge zu akzeptieren

Du bist unglücklich in deiner Beziehung. Aber eigentlich ist er ganz okay, du kennst ihn schon ewig und die Beziehung deiner besten Freundin ist auch nicht gerade mega happy. Wer die großen und kleinen schlechten Dinge des Lebens ewig akzeptiert, wird nie etwas ändern.

Veränderung tut oft weh. Egal ob es ein Umzug oder eine Kündigung ist. Es ist auch wichtig, positiv zu denken und nicht alles nur in den Dreck zu tun. Doch sich die schlechten Dinge schön denken? Mach das nicht.

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3 Kommentare

  • Antworten Saskia 2. Juni 2018 um 06:40

    Stimmt genau. Das Mittel zwischen positiven Gedanken und eher pessimistischen muss stimmen. Gestern waren wir auf einer unbewohnten Insel und unser Bootsfahrer ist weggefahren. Er wollte uns später abholen und es war nur ein einziges anderes Boot dort. Wir haben uns dann einfach mit den Leuten angefreundet. Unser Fahrer kam, aber was wäre gewesen, wenn nicht? …

  • Antworten P. Achim Tettschlag 2. Juni 2018 um 17:55

    Positives Denken … Sprechen … Handeln

    MOTIVATION ist die Beeinflussung unseres Denkens von außen …
    ZWEIFEL ist die Beeinflussung unseres Denkens aus unserem Inneren …
    Wenn das Beides ausgewogen unser DENKEN bestimmt,
    dann denken wir positiv,
    können folgerichtig positiv darüber sprechen und
    letztlich auch positiv danach handeln …
    ___
    © PachT
    Heute, am Donnerstag, 13.11.08, habe ich bei „AUGENZAUBER“ – Yahoo.360° einen Blog gelesen, der mich zu diesem Gedanken inspirierte

  • Antworten OUTFIT: Statement Farben kombinieren - grüner Blazer, Cut-Out Boots und Baker Boy Mütze - andysparkles.de 2. Juli 2018 um 11:14

    […] diesem Fall trage ich meinen grünen Blazer – der ist übrigens ein Kombiteil, hier seht ihr ihn mit den passenden Shorts, mit einem schwarzen Kleid. Das schwarze Kleid ist mit Perlen bestickt und ist aus einem ganz […]

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