30something

Ich habe den Rassismus in Deutschland unterschätzt

12. Juni 2020
Silent Demo Alexanderplatz

Deutschland ist nicht Amerika. Und doch habe ich den Rassismus in Deutschland völlig unterschätzt. Denn letzte Woche habe ich noch darüber geschrieben, dass ich nicht mehr wegschauen möchte. Nachdem ich letzten Samstag zusammen mit 15.000 Menschen an der Silent Demo am Alexanderplatz teilgenommen habe, habe ich das wieder gespürt. Im Nachhinein habe ich nämlich auf Instagram dafür negatives Feedback bekommen, womit ich ehrlich gesagt null gerechnet hatte. Ich habe auch im Netz so viele Geschichten gelesen von Menschen, die Erfahrungen mit Rassismus noch immer in Deutschland erfahren müssen.

Alle Fotos für diesen Beitrag habe ich auf der Demo letzten Samstag selbst fotografiert. Meinen Fotografie-Account habe ich auch verlinkt, gerne könnt ihr mir auch dort folgen!

 

30something Kolumne auf andysparkles

 

 

Ich habe den Rassismus in Deutschland unterschätzt

 

Wie kann ich mich aktiv gegen rassistische Gewalt einsetzen?

 

Einen ganz guten Artikel mit wichtigen Punkten dazu habe ich bei VICE gefunden. Du kannst nämlich nicht nur zu Demos gehen, sondern auch spenden oder dich generell bilden in diesem Thema. Ich habe mir das Buch „The Hate U Give“ bestellt und lese es gerade. Ganz wichtig finde ich es auch, im Freundeskreis oder in der Familie aktiv über das Thema zu sprechen und es nicht einfach hinzunehmen, wenn rassistische Bemerkungen fallen. Wir sind alle nicht frei von Fehlern, Alltagsrassismus ist so normal für uns und doch können wir lernen uns da zu bessern. Auch am Arbeitsplatz!

Zitat aus der VICE: „Was du auch unternimmst, sei laut!!“

 

 

Ich habe den Rassismus in Deutschland unterschätzt

 

Ich habe den Rassismus in Deutschland unterschätzt

 

Ich lebe selbst in einem ehemaligen braunen Bezirk Berlins. Schöneweide war mal der Hotspot der Nazi-Kultur in Berlin. Kneipen, die Getränke mit Preisen wie 1,88 Euro verkaufen oder junge Männer mit Glatze und Stiefeln sind hier immer noch nicht selten. Auf einem Bloggerevent lernte ich mal eine Bloggerin kennen, deren Mann in Schöneweide arbeitet und sich genau dafür einsetzt, dass der Rassismus hier eingedämmt wird. Das funktioniert auch, denn in den vergangenen drei Jahren hat sich in Berlin-Schöneweide viel getan. 

Ich habe selbst gedacht, dass Rassismus für uns junge Leute, die gebildet sind und aktiv in den sozialen Netzwerken, kein Thema ist. Die Reaktionen auf Instagram, bei mir oder bei anderen Influencern, haben mir etwas anderes gezeigt. Es ist ganz traurig, was für ein Bild sich hier immer noch in Deutschland zeigt. Wenn ein Mensch rassistisch ist, zeigt das für mich nicht nur ein hohes Maß an Ignoranz, sondern auch Dummheit und fehlende Bildung auf.

Warum oder wie wird man überhaupt Neonazi? Ich empfehle euch dazu dieses Video auf YouTube: Frag einen Neonazi.

 

Wie sind eure Erfahrungen zu diesem Thema und wie geht ihr mit der aktuellen Situation um?

 


 

Ich habe den Rassismus in Deutschland unterschätzt

 

Silent Demo Alexanderplatz

 

Ich habe den Rassismus in Deutschland unterschätzt

 

Black Lives Matter Fahne

 

Ich habe den Rassismus in Deutschland unterschätzt

 

Silent Demo Alexanderplatz

 

Silent Demo Alexanderplatz

 

 

Das könnte dir auch gefallen

3 Kommentare

  • Antworten Katharina 12. Juni 2020 um 14:01

    Ja, das ist ein absolut wichtiges Thema, das mir schon ewig auf dem Herzen liegt. In den 80er haben meine Eltern mich schon mit auf Demos genommen. Aber scheinbar ist seitdem nichts besser geworden

  • Antworten Lisa 12. Juni 2020 um 17:38

    Muss zugeben das ich das auch unterschätzt habe und das obwohl es ein so wichtiges Thema ist!
    Finde es toll, dass das Ganze jetzt momentan so viel Aufmerksamkeit bekommen.
    LG Lisa

  • Antworten Sandy 12. Juni 2020 um 20:19

    Du weißt ja bereits, wie toll ich es finde, dass du dich so aktiv für dieses Thema einsetzt. Ich war am samstag auch auf der demo in frankfurt und fand es so schön zu sehen, wie viele menschen auf der richtigen seite stehen.
    Die ganze bewegung hat mich aber auch total bestärkt, in zukunft lauter zu sein. ich habe bereits auf social media mehrere kommentare verfasst, wenn ich einen rassistischen kommentar gelesen habe und normalerweise denke ich mir nur meinen teil und schreibe es nicht wirklich nieder. Ich denke, jeder kann etwas in diesem bereich tun und darüber zu reden ist so wichtig. Leider habe ich aber vor allem in meinem arbeitsumfeld, in dem ich mich ja hauptsächlich bewege, nicht das gefühl, dass darüber geredet wird. Das thema wurde nicht wirklich einmal erwähnt… aber so posts wie deine und auch andere auf social media geben mir etwas hoffnung. Und bei den Hatern ist es genau so wie du sagst, sie sind einfach ungebildet und unglücklich. Denn wenn sie zufrieden mit ihrem leben wären, hätten sie gar nicht das bedürfnis, über andere menschen zu urteilen.

    Sandy GOLDEN SHIMMER

  • Hinterlasse einen Kommentar