30something

Schließe Frieden mit dir selbst!

7. August 2020
Schließe Frieden mit dir selbst

Ich dachte früher immer, wahre Freiheit, wahrer Frieden beginnt mit den passenden äußeren Umständen. Endlich eine eigene Wohnung, endlich frei entscheiden können, den Wohnort wechseln, den Arbeitsplatz wechseln. Doch egal wie sehr sich meine äußeren Umständen auch verbesserten, ich fand diese innere Ausgeglichenheit nicht. Es wurde besser, klar, doch ich war weit davon entfernt wirklich im Frieden mit mir selbst zu sein. Weil ich meine eigenen Projektionen immer noch nicht verstanden habe. Erst seitdem ich mich seit über einem Jahr intensiv mit den ganzen Themen zur Persönlichkeitsentwicklung beschäftige, habe ich verstanden, dass die Welt so ist wie ich bin. Meine innere Prägung gestaltet mein Bild der Welt.

 

30something Kolumne auf andysparkles

 

 

Schließe Frieden mit dir selbst

 

Wie du die Welt siehst, zeigt wer du bist

 

Wenn du einem Menschen zuhörst, wie er über die Welt redet, weißt du anschließend fast alles über diesen Menschen. (Christian Bischoff Zitat)

 

Wir sehen die Welt nämlich nicht wie sie ist, sondern wie wir sind. In seinem neuen Video beschreibt er anhand einer schönen Frau, die an einem Eiscafé vorbeiläuft, ganz verschiedene Sichtweisen der Menschen aus dem Café, wie sie auf sie reagieren. Sie sehen nicht wirklich die blonde junge Frau im Minirock, sondern sich selbst in ihr. Das kann Ärger und Neid sein von einer anderen Frau, Unverständnis von einem Pfarrer und so weiter. Jeder sieht in ihr seine eigenen Werte und Glaubenssätze. Egal was uns passiert im Alltag, wir geben der Sache unsere eigene Bedeutung. 

 

Schließe Frieden mit dir selbst!

 

Alles, was dich so richtig stört und nervt, ist ein Teil von dir selbst. Deswegen stört es dich auch so – es ist ein Hinweis auf deine eigene Baustelle. Wenn ich genervt bin von fröhlichen Menschen in der Bahn, die zu laut sind, dann liegt es wahrscheinlich daran, dass ich mir selbst nicht zugestehe, fröhlich zu sein. Weil ich ein Workaholic bin, immer etwas leisten muss, zwanghaft funktionieren muss, nicht fröhlich und ungezwungen sein kann.

Diese Projektionen sind sehr hilfreich für uns. Sie zeigen uns nämlich auf, woran wir arbeiten können. Was uns in besseren Einklang mit uns selbst bringen wird. Christian Bischoff stellt drei Fragen auf, die wir uns dabei stellen können – jedes Mal, wenn uns im Alltag ein negatives Gefühl anderen Menschen gegenüber überkommt:

  • Warum stört mich das jetzt gerade so?
  • Was wird gerade hier in mir getriggert?
  • Was spiegelt mir mein Gegenüber?

 

Schließe Frieden mit dir selbst

 

Alles was dich stört, wartet nämlich darauf, in dir aufgelöst zu werden. Dadurch schließt du auch Frieden mit dir selbst. Wir sind häufig in Konflikten mit unserer Vergangenheit, leben gar nicht wirklich im Moment, sondern denken ständig über Dinge von früher nach.

Das nennt sich übrigens Spiegeltheorie. Wir erkennen in uns selbst nicht unsere Stärken und Schwächen, doch in Beziehungen mit anderen Menschen dafür schon – direkt oder umgekehrt. Wenn dich also der Egoismus deines Partners immer sehr stört, kann das zwei Gründe haben: Du siehst deinen eigenen egoistischen Teil darin, den du von dir weist und nicht akzeptierst. Oder aber du erkennst darin, wie wenig Wert du deinen eigenen Interessen zuschreibst.

Das Leben ist immer für uns. Es gibt uns einen Spiegel vor, es zeigt uns unsere eigenen Schwächen – wir können daran wachsen, wenn wir uns dazu entscheiden an uns zu arbeiten. 

 

Schließe Frieden mit dir selbst

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1 Kommentar

  • Antworten Marie 8. August 2020 um 08:44

    Das ist mal eine andere Sichtweise, habe ich noch nicht so gesehen. Klingt spannend und muss ich mal versuchen.

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