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Schlafmangel als Mama: Meine ungewöhnliche Routine

22. April 2026
Andrea von andysparkles im karierten Pyjama mit einer Tasse Kaffee im Bett – Tipps gegen Schlafmangel als Mama.

Der Gedanke an den Schlafmangel als Mama war eine meiner größten Sorgen, bevor unser Baby kam. Ich bin jemand, der ganz, ganz schlecht mit wenig Schlaf funktioniert. Morgens vor dem ersten Kaffee bin ich keine angenehme Gesellschaft, und nach ein paar durchwachten Nächten hintereinander werde ich unausstehlich. Freundinnen haben mir Horrorgeschichten erzählt: Monate ohne eine einzige durchgeschlafene Nacht und von einem Leben im Halbschlaf. Mein Kopfkino lief auf Hochtouren. Der Instagram-Algorithmus hat mir nur noch solche Videos zu diesem Thema ausgespielt.

Jetzt, ein paar Monate später, kann ich sagen: Es läuft anders, als ich befürchtet habe. Weil mein Freund und ich uns eine Routine gebaut haben, die auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkt. Heute erzähle ich dir, wie wir das machen und warum es funktioniert.

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Andrea von andysparkles im hellen Schlafzimmer mit ihrem Baby auf einem Rutschauto – Routine gegen Schlafmangel als Mama.

So teilen wir uns die Nächte auf: Stärken statt Standard

In vielen Köpfen herrscht immer noch das Bild vor, dass die Mama nachts automatisch für alles zuständig ist, während der Papa im Nebenzimmer selig schlummert, um fit für den Job zu sein. Bei uns läuft das anders. Wir haben uns von Anfang an darauf geeinigt, die Nächte konsequent aufzuteilen.

Statt uns an Rollenbilder zu klammern, haben wir uns angeschaut, wer was besser kann. Dafür mache ich tagsüber mehr Care-Arbeit und mehr Haushalt. Ich bin viel mit dem Baby unterwegs, koche, kümmere mich um Wäsche und den gröberen Teil des Alltags.

Mein Mann hat morgens und abends seine Aufgaben, aber in der Nacht liegt die Hauptlast bei ihm. Diese Aufteilung fühlt sich fair an, weil wir sie bewusst nach unseren Stärken und Bedürfnissen gemacht haben und nicht nach dem, was andere von uns erwarten.

Ihm macht der Schlafmangel deutlich weniger aus als mir. Er steckt Unterbrechungen weg, dreht sich danach um und schläft weiter. Ich hingegen liege nach dem ersten Baby-Geräusch oft hellwach da und finde nicht mehr in den Tiefschlaf.

Getrennte Zimmer: Warum Schlaf wichtiger ist als Romantik

Ein Punkt, der oft für hochgezogene Augenbrauen sorgt, ist unser Schlafsystem. Wir schlafen in getrennten Räumen. Im Office steht eine bequeme Schlafcouch und wir schlafen abwechselnd dort und im Schlafzimmer.

Das klingt im ersten Moment vielleicht unromantisch, ist aber pure Selbstfürsorge. Wenn einer von uns weiß, dass er in dieser Nacht wirklich durchschlafen darf, ohne bei jedem Rascheln des Beistellbetts senkrecht im Bett zu stehen, gibt das unglaublich viel Kraft für den nächsten Tag. Schlaf ist die Basis für unsere Geduld mit dem Baby. Wenn wir beide völlig am Ende sind, leidet am Ende die ganze Stimmung zu Hause. Getrennte Zimmer bedeuten bei uns nicht Distanz, sondern gegenseitigen Respekt vor der Erholung des Partners.

Andrea von andysparkles nachdenklich im Bett – wie eine feste Routine bei Schlafmangel als Mama hilft.

Wenn der Kopf nicht abschaltet: Meine Abendroutine

Trotz der Unterstützung ist es oft schwer, abends wirklich zur Ruhe zu kommen. Die “Mama-Antennen” sind nach einem langen Tag auf Empfang gestellt, und das Gedankenkarussell dreht sich. Ich musste erst lernen, den Schalter bewusst umzulegen.

Ein warmes Bad wirkt bei mir Wunder, um die Anspannung des Tages physisch abzuwaschen. Danach nehme ich mir Zeit zum Lesen – echtes Papier, kein Smartphone-Licht, das das Gehirn nur noch mehr wachkitzelt. Ich gehe den Tag im Kopf noch einmal kurz durch, sortiere, was gut lief und was morgen ansteht, um es dann mental abzulegen. An besonders schweren Tagen, an denen die Gedanken rasen, greife ich auf Einschlafmeditationen via YouTube zurück. Die Stimme von außen hilft mir, mich zu fokussieren und nicht in Sorgen über den nächsten Tag zu versinken.

Warum der richtige Pyjama tatsächlich einen Unterschied macht

Ich war jahrelang die mit dem alten T-Shirt und einer ausgeleierten Hose als Schlafoutfit. Seit das Baby da ist, hat sich das verändert. Ich bin abends körperlich und mental platt, und in genau diesem Moment zählt jeder kleine Wohlfühlfaktor. Ein kuscheliger Pyjama (hier sind meine liebsten Modelle zu sehen: pyjama damen) aus gutem Stoff ist für mich zu einem festen Teil meiner Abendroutine geworden. Genauso, wie ich auch dem Baby seinen Lieblingspyjama zum Einschlafen anziehe.

Qualität macht bei Nachtwäsche einen größeren Unterschied, als ich dachte. Billige Ware aus synthetischen Materialien kann im Schlaf stören, weil man schwitzt oder der Stoff unangenehm auf der Haut liegt. Ein hochwertiger Pyjama hält viele Wäschen aus, sieht auch nach Jahren noch ordentlich aus und fühlt sich beim Anziehen schon entspannend an. Genau das brauche ich nach langen Tagen, um tief und fest zu schlafen.

Es ist diese kleine Geste gegenüber mir selbst, die signalisiert: Jetzt ist meine Zeit. Der Tag mit seinen hundert Anforderungen ist vorbei, und ich gönne mir etwas Schönes für die Nacht.

Baby in rosa Handtuch eingekuschelt im Bett nach dem Baden

Unser Rhythmus: Der 21-Uhr-Cut

Ein großer Faktor für unsere Routine ist das Baby selbst. Wir haben das Glück, dass die Kleine meistens ab ungefähr 21 Uhr schläft, einige Male kurz aufwacht und sich erst gegen 6 Uhr morgens wieder meldet. Das klingt nach viel Zeit, aber die Falle ist oft, diese Stunden dann vor Netflix oder mit dem Handy zu verplempern.

Ich habe mir angewöhnt, selbst nicht zu spät ins Bett zu gehen. Auch wenn die Versuchung groß ist, die kinderfreie Zeit bis Mitternacht auszukosten, zahle ich am nächsten Morgen den Preis dafür. Mein Ziel ist es, morgens fit zu sein, wenn der Tag um 6 Uhr startet. Disziplin am Abend bedeutet Freiheit am Morgen. Wenn ich vor dem Baby wach werde oder zumindest halbwegs ausgeschlafen bin, startet der Tag nicht mit Stress, sondern mit einem Kaffee in Ruhe.

Fazit: Warum Struktur die Rettung ist

Was viele als langweilig empfinden würden, ist für mich die Rettung: die immer gleiche Morgen- und Abendroutine. Das ziehen wir auch am Wochenende konsequent durch. Es gibt keine großen Ausreißer nach oben oder unten. Das hilft dem biologischen Rhythmus des Babys, aber vor allem meinem eigenen.

Der Körper gewöhnt sich an die festen Zeiten. Ich weiß, wann ich meine Me-Time habe, wann die Nachtschicht beginnt und wann wir als Familie in den Tag starten.

Schlafmangel ist und bleibt natürlich eine Herausforderung. Es geht darum, ehrlich zu sich selbst und zum Partner zu sein: Was brauche ich wirklich, um zu funktionieren? Wenn das bedeutet, getrennt zu schlafen oder die Aufgaben unkonventionell zu verteilen, dann ist das genau der richtige Weg. Es muss für euch funktionieren!

Wie sieht das bei euch aus? Seid ihr Team “gemeinsames Familienbett um jeden Preis” oder habt ihr auch eure ganz eigene Routine entwickelt, um den Schlafmangel zu überstehen? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!

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2 Kommentare

  • Antworten Mesalunita 23. April 2026 um 10:10

    Ich finde es gut, dass ihr einen Weg gefunden habt, der für euch beide in Ordnung geht. Ich bin bei uns tatsächlich auch diejenige, die besser mit dem Schlafmangel klar gekommen ist. Allerdings, wenn es sehr harte Nächte hintereinander waren z.B. durch Krankheit beim Kind, dann kann auch ich irgendwann leidlich werden. Ein Familienbett gab es bei uns nicht oder zumindest nie konsequent. Wenn das Kind, gerade im Kleinkindalter, nachts aber mal seine Nähe zum Kuscheln gesucht hat, hat es auch mal mit bei uns geschlafen. Aber sind wir mal ehrlich, ein richtiges Schlafen ist es dann für uns Eltern auch nicht. Ich bin Team “Kind hat sein eigenes Bett”. Aber auch ich brauche meistens länger um nachts dann wieder einzuschlafen. Deswegen bin ich mittlerweile froh aus den Phasen raus zu sein. Es wird noch eine spannende Zeit für euch werden! Aber ihr macht das schon richtig.
    Liebe Grüße

  • Antworten Lisa 23. April 2026 um 13:36

    Vielen Dank für den Einblick in eure Routine!
    Wir haben auch von Anfang an in zwei Betten geschlafen. Mit dem ersten Kind haben wir uns noch abgewechselt, danach hatte jeder eins oder zwei. Bevor wir wieder als Paar zusammen schlafen, muss mein Mann allerdings erstmal sein Schnarchen in den Griff bekommen 😃

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