Warum Gran Canaria für mich perfekt zum Alleinreisen ist
Im Februar 2022 ging es für mich allein nach Gran Canaria. Ich liebe es sehr, alleine zu verreisen und ich war schon oft unterwegs. Die Kanaren haben es mir außerdem sehr angetan. Ich reise seit Jahren immer wieder gern hin. Vorher war ich schon auf Lanzarote und im Winter auf Teneriffa. Gran Canaria war also mein drittes Mal auf den Kanaren und meine dritte Insel! Sicherlich nicht das letzte Mal.
Gebucht habe ich alles spontan und selbst, ohne Pauschalreise. Übernachtet habe ich in Las Palmas, in einem Stadthotel direkt neben der Playa de las Canteras. Auf dem Dach gab es sogar einen Pool. Ein Highlight der Reise war das Paragliding. Tauchen stand auch auf meiner Liste. Vor Ort habe ich mich dann aber doch nicht getraut. Beim nächsten Trip will ich das unbedingt nachholen.

Tipp 1: Las Palmas als Basis wählen
Las Palmas ist kein Ferienresort, sondern eine echte spanische Stadt. Genau das macht sie für Alleinreisende so angenehm. Man ist nie wirklich allein, wenn man es nicht sein will. In Las Palmas trifft man viele Digital Nomads. Viele arbeiten wochenlang von hier aus und nutzen die Nähe zum Meer. Dadurch ist es ganz normal, allein unterwegs zu sein.
Direkt vor der Tür liegt die Playa de las Canteras, ein gut drei Kilometer langer Stadtstrand. Etwa 200 Meter vor der Küste verläuft ein natürliches Riff namens La Barra. Es bricht die Wellen des Atlantiks. Dahinter ist das Wasser vergleichsweise ruhig und eignet sich gut zum Schwimmen und Schnorcheln.
Und dann ist da noch das Essen. Ich liebe die kanarischen Kartoffeln, die Papas arrugadas. Die kleinen Kartoffeln werden in Salzwasser gekocht und bekommen dadurch ihre schrumpelige, salzige Schale. Dazu gibt es Mojo, eine rote oder grüne Soße.
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Tipp 2: Las Palmas zu Fuß entdecken
Rund um Las Canteras gibt es mehr als nur Strand. Das sind meine Lieblingsorte in Las Palmas:
- Mercado del Puerto: Die Markthalle liegt nur ein paar Minuten vom Strand entfernt. Hier bekommt man frische Produkte und kleine Snacks. Ein guter Ort, um allein etwas zu essen und Leute zu beobachten.
- El Confital: Am nördlichen Ende von Las Canteras liegt El Confital. Die Aussicht über die Bucht und auf die Stadt ist wirklich schön.
- Der schwarze Strand: Am südlichen Ende von Las Canteras wird der Sand deutlich dunkler und teilweise fast schwarz. Weil dieser Abschnitt nicht durch La Barra geschützt wird, kommen hier stärkere Wellen an. La Cícer ist deshalb einer der bekanntesten Surfspots in Las Palmas.

Tipp 3: Einen Morgen in Vegueta verbringen
Vegueta ist die Altstadt von Las Palmas. Hier ist es ruhiger als am Strand und ziemlich fotogen.
Auf der Plaza Mayor de Santa Ana hatte ich morgens ein Fotoshooting mit einer Fotografin von Airbnb. Früh am Tag ist der Platz noch leer, und das Licht ist weich. Wer Fotos von sich auf einer Soloreise möchte, für den lohnt sich so ein Shooting.
Direkt am Platz steht die Kathedrale Santa Ana. Im Südturm fährt ein Aufzug nach oben. Die Aussicht von dort auf die Plaza und über die Stadt fand ich großartig!
Auch der Mercado de Vegueta ist einen Besuch wert. Spannend fand ich außerdem das El Museo Canario. Dort ist eine große Sammlung von Schädeln und Mumien der Ureinwohner ausgestellt. Etwas gruselig, aber faszinierend.
Tipp 4: Mit dem Bus über die Insel
Ein Mietwagen ist auf Gran Canaria kein Muss. Die Busse, hier Guaguas genannt, sind sehr günstig. Für Alleinreisende ist das ideal, denn man teilt sich die Kosten für ein Auto mit niemandem. Ich bin außerdem schon seit vielen Jahren kein Auto mehr gefahren, daher setze ich ohnehin auf die öffentlichen Verkehrsmittel.

Tipp 5: Ins Landesinnere und in den Süden fahren
Zwei Tagestouren haben mir die Insel von einer ganz anderen Seite gezeigt.
Tour ins Landesinnere. Los ging es in Teror. Der Ort ist bekannt für seine weißen Häuser mit Holzbalkonen und den Wochenmarkt am Sonntag. Danach ging es zum Mirador Degollada, einem Aussichtspunkt mit Blick über die Berge. Weil ich im Februar unterwegs war, blühten überall die Mandelbäume. Außerdem habe ich das Bergdorf Fataga und eine Aloe-Vera-Farm zum Schluss besucht.
Tour in den Süden. Puerto de Mogán ist eine super schöne kleine Stadt mit Hafen und vielen Blumen. Danach ging es zu den Dünen von Maspalomas. Die Dünen sind der Wahnsinn! Drumherum war mir aber zu viel Ballermann-Feeling. Für mich war Las Palmas deshalb die bessere Wahl als Basis.
Tipp 6: Einmal Paragliding ausprobieren
Mein Highlight auf Gran Canaria war das Paragliding. Als Tandemflug mit einem erfahrenen Piloten braucht man dafür keine Vorkenntnisse.
Beim Tauchen sah die Sache anders aus. Die Bedingungen an der Playa de las Canteras wären ideal gewesen, das Meer lag direkt vor der Tür. Am Ende hat mich der Mut verlassen. Beim nächsten Mal starte ich mit einem Schnuppertauchgang. Dafür braucht man keinen Tauchschein, und ein Tauchlehrer begleitet einen Schritt für Schritt.

Tipp 7: Die besten Tauchspots auf Gran Canaria
Auch wenn ich dieses Mal am Strand geblieben bin, habe ich mich mit den Tauchspots auf Gran Canaria beschäftigt. Getaucht wird hier das ganze Jahr. Der Atlantik ist im Februar mit etwa 18 Grad aber deutlich frischer als im Oktober mit rund 24 Grad.
Diese drei Spots stehen auf meiner Liste:
- Playa de las Canteras: Der perfekte Einstieg direkt vom Strand aus. Laut hallokanarischeinseln.com ist es hier höchstens etwa zehn Meter tief und gut für Anfänger geeignet. Unter Wasser sieht man Papageifische, Barrakudas und mit etwas Glück Meeresschildkröten.
- El Cabrón bei Arinaga: Das Meeresschutzgebiet an der Ostküste gehört zu den bekanntesten Revieren der Insel. Es gibt Höhlen und Bögen, dazu Rochen, Seepferdchen und sogar Engelhaie. Ein Spot für die nächsten Schritte nach den ersten Tauchgängen.
- La Catedral: Eine spektakuläre Vulkanformation vor La Isleta bei Las Palmas. Unter Wasser gibt es große Bögen, Höhlen und Spalten. Der Tauchplatz reicht bis etwa 40 Meter Tiefe und ist deshalb eher etwas für Taucher mit Erfahrung.
Tipp 8: Die richtige Ausrüstung einpacken
Für einen Schnuppertauchgang braucht man natürlich keine komplette eigene Tauchausrüstung. Flasche, Jacket, Blei und normalerweise auch den Neoprenanzug bekommt man bei der Tauchschule. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, über die ich mir vor meinem ersten richtigen Tauchgang Gedanken machen würde.
Eine gut sitzende Tauchmaske
Eine Maske sollte gut sitzen und weder drücken noch ständig Wasser hineinlassen. Neue Tauchmasken können außerdem durch Rückstände aus der Herstellung schnell beschlagen. Deshalb sollte man sich vor der ersten Nutzung informieren, wie das jeweilige Modell vorbereitet und gereinigt werden muss.
Die richtige Neoprenstärke
18 oder 19 Grad Wassertemperatur klingen erst einmal gar nicht so kalt. Wenn man längere Zeit im Wasser ist, merkt man den Unterschied allerdings schnell. Welche Neoprenstärke sinnvoll ist, würde ich deshalb immer vorher bei der jeweiligen Tauchschule nachfragen. Die kennen die Bedingungen vor Ort am besten.
Eine robuste Taucheruhr
Eine klassische Taucheruhr kann beim Tauchen zur zusätzlichen Zeitmessung genutzt werden. Die drehbare Lünette lässt sich auf den Beginn des Tauchgangs einstellen. Sie dreht sich nur in eine Richtung. Wird sie versehentlich verstellt, zeigt sie dadurch im Zweifel eine längere und nicht eine kürzere verstrichene Tauchzeit an.
Beim Gerätetauchen ersetzt eine klassische Taucheruhr natürlich keinen Tauchcomputer. Der berechnet zusätzlich unter anderem Tiefe, Tauchzeit und wichtige Informationen für einen sicheren Tauchgang.
Seiko brachte bereits 1965 Japans erste Taucheruhr auf den Markt. Sie war bis 150 Meter wasserdicht. Seitdem gehört die Marke zu den bekanntesten Herstellern klassischer Taucheruhren.
Nach einem Tag im Meer sollte eine Taucheruhr gründlich mit Süßwasser abgespült werden, damit Salz und Sand entfernt werden.

Mein Fazit zur Soloreise nach Gran Canaria
Gran Canaria ist für eine Soloreise eine klare Empfehlung. Las Palmas verbindet entspanntes Stadtleben mit einem tollen Strand direkt vor der Tür. Unter den vielen Digital Nomads fällt man allein überhaupt nicht auf und ich habe mich auch mit meiner Airbnb-Fotografin angefreundet. Sie verbrachte einige Monate auf der Insel und wir haben gemeinsam Zeit verbracht.
Bist du schon mal alleine verreist und wäre Gran Canaria für dich dafür auch eine Option?







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