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Du bist kein Opfer deiner Vergangenheit

21. Juni 2019
kein Opfer deiner Vergangenheit

Ich habe vor mehr als fünf Jahren damit begonnen, diese Kolumne jede Woche zu führen. In erster Linie wirkt es wie ein Ratgeber, wenn ich Beiträge schreibe wie Bewusstes Sprechen – 6 gefährliche Worte oder Was wirklich gegen schlechte Laune hilft. Tatsächlich ist es für mich eine sehr persönliche Reise auf dem Weg zu einem bewussteren, glücklichen Leben, an der ich euch teilhaben lasse. Jede Woche setze ich mich mit neuen Fragen auseinander, die mich beschäftigen. Ich hätte nie erwartet, dass jede Woche neue Fragen und Gedanken hinzukommen, mit denen ich mich auseinander setzen möchte. Über so viele Jahre.

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Anfangs habe ich nur frei heraus geschrieben, dann habe ich zu den Themen auch recherchiert. Mittlerweile lese ich sehr viele Bücher über diese Problematik. Ich tausche mich mit anderen Menschen dazu aus. Sich selbst lieben, sich aus abhängigen Beziehungen lösen, mit der Vergangenheit Frieden schließen. Ich höre Podcasts wie „Happy, Holy, Confident“ und ich habe wertvolle Erkenntnisse auf diesem Weg gewonnen.

 

 

kein Opfer deiner Vergangenheit

 

 

Ich kann die Vergangenheit nicht ändern

 

Ich kann es nicht ändern, dass ich keine Kindheit hatte. Ich kann meine Eltern nicht ändern. Was ich mit ansehen musste, was ich erleben musste, was ich tun musste, das lässt sich nie mehr ändern. Was in der Vergangenheit liegt, lässt sich heute nicht mehr umdrehen.

 

Du bist kein Opfer deiner Vergangenheit

 

Heute und jetzt kann ich lernen, kein Opfer meiner Vergangenheit zu sein. Als ich das erste Mal davon gelesen habe, dass wir verzeihen müssen, um glücklich zu werden, dass wir mit der Vergangenheit abschließen müssen, war ich sprachlos. Verzeihen? Wie kann man so etwas denn verzeihen?! Tatsächlich geht es nicht darum, die traumatischen Erlebnisse der Vergangenheit plötzlich gutzuheißen. Du sollst nicht sagen: „Schwamm drüber, das war doch halb so wild.“ Denn so kam es mir erstmal vor. So unglaublich hörte es sich erstmal an, zu verzeihen.

Es geht viel mehr darum, die Vergangenheit anzunehmen. Nicht dagegen zu kämpfen. Denn gegen das Erlebte immer weiter anzukämpfen, es NICHT anzunehmen, das lässt uns verharren. So kommen wir nicht weiter. Bleiben stehen und entwickeln uns nicht mehr. Wir leben so immer weiter in diesem Trauma und sind immer noch „das Opfer“ davon.

Wie mache ich das? Wie schaffe ich es abzuschließen, kein Opfer meiner Vergangenheit zu sein? Nur wenn wir Frieden damit schließen, was passiert ist. Uns bewusst dafür entscheiden. 

 

kein Opfer deiner Vergangenheit

 

Doch wie kann ich wirklich loslassen, es annehmen?

 

Bis heute denke ich, das hätte mir nicht passieren dürfen. Es ist ungerecht. Wieso haben andere das was ich nicht habe? Wenn wir Pause hatten auf der Arbeit und meine Kollegin Geschichten von ihrer Mutter erzählt hat, bin ich auf die Toilette gerannt um zu weinen. Ich habe es nicht ertragen. Wieso darf sie das erleben, wieso habe ich keine Mutter?

Es ist hart zu realisieren, dass genau dies Denkweise uns in der Opferhaltung hält. In der Psychologie wird oft empfohlen, einen Brief an die betroffenen Personen zu schreiben, darin nochmal alle Emotionen festzuhalten. Ein Abschiedsbrief, sozusagen. Der muss auch nicht abgeschickt werden. Es ist nur der Prozess des Schreibens, des Abschließens, der zählt.

Heute kann ich lernen mir bewusst zu sagen, dass meine Vergangenheit mich nicht definiert. Ich kann die falschen Glaubenssätze loslassen (du bist nichts wert, du bist ungeliebt). Ich kann annehmen, was geschehen ist. Dabei kann ich mir immer wieder sagen: Ich kann nicht ändern was geschehen ist – doch ich kann meine Sicht auf die Dinge ändern.

 

Linktipp: wikiHow – Die Vergangenheit hinter sich lassen

 

kein Opfer deiner Vergangenheit

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2 Kommentare

  • Antworten street style city 21. Juni 2019 um 13:40

    Beautiful black dress!!

    My blog: Street Style City

  • Antworten sunnyside-of-life 22. Juni 2019 um 11:18

    Liebe Andrea!

    Ein sehr schöner Beitrag!
    Ich wünsche Dir weiterhin viel Energie, diese Denkweise beizubehalten und glücklich zu sein!

    Liebe Grüße,
    Natascha

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