30something

Journaling für Einsteiger!

24. Juli 2020
Journaling für Einsteiger

Ich habe es geliebt, ein Tagebuch zu schreiben. Bis ich 19 Jahre alt war und gedacht habe, jemand hat es gelesen. Es kam heraus, dass es niemand gelesen hatte, doch mich machte es so ängstlich, jemand könnte meine tiefsten Gedanken und Erfahrungen lesen, dass ich seitdem nie mehr Tagebuch schreiben konnte. Journaling ist etwas anderes, als Tagebuch zu schreiben. Dennoch habe ich mich auch davor lange gewehrt. Ich habe es dann erst vor wenigen Tagen zum ersten Mal ausprobiert und es hat mir sehr geholfen. Doch wobei eigentlich – und wie? Darum geht es in diesem Beitrag „Journaling für Einsteiger“!

 

30something Kolumne auf andysparkles

 

 

Journaling für Einsteiger

 

Journaling für Einsteiger

 

Was ist der Unterschied zum Tagebuch?

 

Es gibt unterschiedliche Methoden beim Journaling. Doch generell ist es so, dass es anderes funktioniert als „einfach drauflos schreiben“ wie beim Tagebuch. Du schreibst nämlich auf, was dich gerade beschäftigt. Welche Gedanken und Gefühle, deine Empfindungen und welchen Effekt sie haben. Es geht also gar nicht so sehr um Erlebnisse. Es ist ein sehr hilfreiches Tool bei Ängsten und Sorgen. Du kannst in einer Krise dir aufschreiben, was dich getriggert hat, wie genau du dich fühlst und was dir jetzt helfen könnte.

Aufschreiben hat eine ganz andere Power, als wenn wir etwas nur denken oder darüber sprechen. Nicht umsonst empfehlen Psychologen und Coaches gerne einen Brief zu schreiben an Personen, die uns noch stark beschäftigen, mit denen ein Konflikt herrschte. Dabei geht es nicht darum, diese Briefe abzuschicken. Nur um das Schreiben.

 

Woher kommt der Begriff „Journaling“?

 

In den USA wird es schon seit den 70er Jahren als Therapiemittel verwendet und daher stammt auch der englische Begriff. Du kannst dir mit Hilfe von Journaling eine Intention für den Tag setzen, dich besser strukturieren, Krisen bewältigen und an deinen Zielen arbeiten.

 

 

Journaling für Einsteiger

 

 

Methoden des Journaling

 

Das 5-Minuten-Journal besteht aus fünf Fragen, die du dir jeden Tag stellen kannst und die Antworten für dich notierst:

  • Die Fragen am Morgen

    • Wofür sind Sie dankbar? Nenne drei Beispiele.
    • Was würde den Tag großartig machen?
    • Tägliche positive Affirmationen
  • Die Fragen am Abend

    • Nenne drei schöne Dinge, die heute passiert sind.
    • Wie hättest du den Tag noch besser gestalten können?

 

Es gibt davon auch verschiedene Varianten, manche auch in 6 Minuten oder mit ähnlichen Fragen. Mein Tipp: Gestalte dir selbst deine Fragen am Morgen und am Abend!

Beim Bullet Journal hingegen funktioniert es mehr wie ein sehr kreativer Terminkalender. Du trägst hier deine Termine ein, deine To-Dos, kannst Skizzen einzeichnen oder was auch immer dir noch in den Sinn kommt. Persönliche Mottos passen hier auch rein.

 

 

Auf Pinterest findest du auch Vorlagen für verschiedene Journaling Challenges (so wie hier). Dabei stellst du dir täglich eine bestimmte Frage und schreibst die Antworten für dich auf! Du kannst dir auch gezielt Fragen zu Themen wie Zielen oder Selbstliebe stellen und so daran arbeiten.

 

 

Hast du schon mal Journaling ausprobiert? Wie sind deine Erfahrungen damit?

 

Journaling für Einsteiger

 

 

 

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4 Kommentare

  • Antworten Bettina von curvolution.com 24. Juli 2020 um 08:55

    Tatsächlich ist das bei mir gerade ein sehr wichtiges Thema, denn ich habe festgestellt, dass ich gerne ein gratitude Journal führen würde, aber das Problem habe, dass ich immer so viel auf Achse bin, selbst jetzt momentan, dass ich es gar nicht hinbekomme, dass ich immer so dieses Büchlein dabei habe und da habe ich für mich entschieden, dass ich da raus quasi eine 30 Tage Challenge mache, weil ich halt wirklich mich auf das Positive fokussieren möchte und weil mir das momentan wirklich gut geht. Ich habe tatsächlich vor fünf oder sechs Jahren, als ich gerade eine Diagnostik gemacht habe und gucken wollte, ob ich von einer ganz ganz schlimmen Beziehung und einer harten Zeit seelisch Namen davon getragen habe, ohne über Journaling Bescheid zu wissen Journalimg quasi begleitend zu dieser aufwühlenden Zeit gemacht 😉 und das hat wirklich sehr gut getan

  • Antworten Milli 27. Juli 2020 um 18:04

    Der Beitrag ist echt total interessant. Ich finde die Idee hinter Journaling echt toll, nehme mir aber selber die Zeit dafür nicht so wirklich. Vielleicht sollte ich das mal ändern.

    Liebe Grüße, Milli
    (https://www.millilovesfashion.de)

  • Antworten Bastian 27. Juli 2020 um 22:35

    Journaling war mir bislang kein Begriff und ich habe es in der Form auch noch nicht ausprobiert. Ich schreibe ohnehin sehr wenig handschriftlich und habe das meiste digital. Allerdings hat mich ein Beitrag neugierig gemacht und ich überlege, es einmal auszuprobieren.

    Was ich bereits seit vielen Jahren nutze, ist ein Foto-Tagebuch. Mit dem Smartphone kann ich im Alltag ganz schnell und einfach ein Foto schießen und den Moment für die Ewigkeit festhalten. Da bleiben viele Erinnerungen lebendig.

  • Antworten Mehr Zeit für dich - wofür steht Selfcare? - andysparkles.de 31. Juli 2020 um 13:02

    […] Schreiben hat allerdings eine ganz besondere Power, das habe ich gemerkt, als ich mich mehr mit Journaling beschäftigte. Seitdem ich es auf Papier gebracht habe, erinnere ich mich oft viel eher daran, was […]

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