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Freitagspost: Atme dich glücklich – was ist Breathwork / Holotropes Atmen?

27. April 2018
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Ich habe mich schon immer für spirituelle Dinge interessiert, doch ich bin damit nie warm geworden. Meditation, Yoga, ich dachte das ist nichts für mich. Als ich dann eine Einladung zu einem Event bekommen habe, das sich sehr spirituell anhört, war ich mir ganz schön unsicher damit. Ich hatte keine Ahnung was auf mich zukommt, doch es war so spontan und ich hatte Zeit. Warum nicht ausprobieren? Nur, was ist eigentlich Breathwork?

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Was ist Breathwork / Holotropes Atmen?

Breathwork is a method of breath control that is meant to give rise to altered states of consciousness and to have an effect on physical and mental well-being.[1] Derived from various spiritual and pre-scientific traditions from around the world, it was pioneered in the West by Wilhelm Reich.[1] (Wikipedia)

Es gibt viele verschiedene Arten von Breathwork und in meinem Workshop war sozusagen eine Mischung aus mehreren Methoden vereint.

Faktisch sieht es so aus: Wir legen uns alle auf eine Matte und stimmen uns mit ein paar Atemübungen ein. Dann geht es los. Wir werden für eine Stunde lang sozusagen hyperventilieren – schnell ein- und ausatmen, ohne Pause. Das Ganze wird begleitet von Musik, Räucherstäbchen und den drei Workshopleitern, die zwischendrin auch mal nach dir schauen und dich eventuell sanft berühren, wenn du das vorher erlaubt hast. Es hört sich wirklich sehr spirituell an und ich wusste erst nicht, wie ich mich darauf einlassen soll.

Im Deutschen nennt man es „Holotropes Atmen„. Der Ursprung bestand in Experimenten mit LSD – Stanislav Grof hat damit experimentiert und Wege gesucht, wie man in andere Bewusstseinsebenen gelangt, auch ohne LSD. Er glaubte, Holotropes Atmen ähnele genau der Wirkung von LSD.

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Wie war es für mich?

Ich bin erst 2-3x eingeschlafen. Dann hat mich immer jemand ganz sanft geweckt und irgendwann kam ich in den Rhythmus des Atmens rein. Das führte dazu, dass mir erstmal richtig kalt wurde. Meine Hände kribbelten, als wären sie eingeschlafen. Ich bekam unfassbaren Hunger und habe lange nur an Burger gedacht – ernsthaft.

In dem Moment dachte ich: Ich mache etwas falsch. Ich hörte neben mir Menschen schluchzen, Männer schreien. Und ich denke nur an Burger. Doch genau in dem Moment habe ich mich daran erinnert, wie ich vor mehr als 12 Monaten im Jüdischen Museum in Berlin einen Wunschzettel geschrieben habe: Ich wünsche mir nach Berlin zu ziehen. Und das ich jetzt hier bin, was mir damals so unmöglich vorgekommen bist. Diese Erinnerung hat in mir einen richtigen Heulkrampf ausgelöst, keine Ahnung warum das so war. Dann kamen noch einige Erinnerungen in mir hoch, doch wirklich nur triviale Dinge. Nichts, was für mich von großer Bedeutung war.

Ich glaube, dann bin ich auch schon wieder „rausgerutscht“ aus diesem Zustand, denn ab dann musste ich nur noch auf die Toilette. Das habe ich dann gemacht und danach war die Session fast vorbei.

Im Anschluss erzählten die anderen Teilnehmer von ihren Erlebnissen. Das war bei jedem anders und auch ganz unterschiedlich intensiv. Ein Mann hat sich selbst von außen gesehen, eine Frau hatte Schmerzen, manche haben gar nichts gefühlt und waren nur entspannt. Andere dafür umso mehr. Es ist eine Erfahrung, die sich jedes Mal ganz anders äußern kann und auch von Tag zu Tag unterschiedlich ist, erklären uns die Leiter des Workshops.

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The o2 Awakening

Ich würde euch jetzt sagen geht doch auch mal hin, doch das wird wohl schwierig. The 02 Awakening kommt aus Australien und besteht aus drei Personen: Hellè, Victoria und Lukis. Die nächsten Termine sind in Australien. Vielleicht machen sie mal wieder eine Europa-Tour!

Warum sollte ich Breathwork ausprobieren

Im Vorfeld haben Hellè, Victoria und Lukis uns von ihrer persönlichen Geschichte erzählt, den Problemen mit denen sie zu kämpfen hatten und wie Meditation, verschiedene Techniken und schließlich auch Breathwork ihnen dabei geholfen hat ihren Weg zu gehen. Das find ich sehr bewegend und auch inspirierend. Vielleicht ist es wirklich für viele eine gute Möglichkeit, ihre persönlichen Traumata aufzuarbeiten und besser mit dem Leben klar zu kommen. Den eigenen Weg zu finden. Ich finde daher, dass dieses Thema auch gut zu einem Freitagspost passt.

Nach dem Workshop habe ich mich sehr gut gefühlt. Voller Energie, selbst meine leichten Kopfschmerzen vom Morgen waren völlig weg. Für mich war es definitiv eine wertvolle Erfahrung!

Habt ihr schon mal etwas von Breathwork gehört? Würdet ihr es ausprobieren?

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13 Kommentare

  • Antworten Julia 27. April 2018 um 17:47

    Hallo meine Liebe,
    so ein wunderschöner Beitrag! Ich finde es sehr bewundernswert, dass du trotz deiner Skepsis dich trotzdem getraut hast, etwas neues auszuprobieren! Respekt.
    Ich habe schon öfters Yoga gemacht, was mir unglaublich viel gebracht hat.
    Hört sich auf jeden Fall sehr interessant an:)
    Liebe Grüße
    Julia
    http://www.aboutjulia.de

  • Antworten Saskia 28. April 2018 um 06:43

    Davon hab ich vorher noch nie gehört, aber sich eine Methode, um Dinge anzugehen, bei denen andere Sachen nicht geholfen haben.

  • Antworten Anna 29. April 2018 um 13:46

    Ich habe vorher noch nie von Breathwork gehört – es klingt aber wirklich sehr interessant. Ich finde es toll, dass du dich getraut hast & es ausprobiert hast. xxx

  • Antworten Marie 29. April 2018 um 16:47

    Ich habe schon viel von Breathwork gehört und würde es gerne selbst einmal ausprobieren. Cool, dass du die Erfahrung machen konntest. Ich glaube, ich wäre gewiss auch erst einmal eingeschlafen 😉
    Alles Liebe Marie

  • Antworten Billchen 30. April 2018 um 08:01

    Ich hatte letzte Woche erst ein Training bei dem das auch Thema war. Ich finde es total spannend und will es demnächst auch mal ausprobieren.

    Liebe Grüße
    Sybille von Billchen’s Beauty Box

  • Antworten Rebecca 30. April 2018 um 15:30

    Hört sich wirklich toll an. Wenn es das hier in Köln irgendwann geben sollte, werde ich es definitiv ausprobieren. 🙂

    Liebe Grüße
    Rebecca

  • Antworten Anja S. 30. April 2018 um 15:48

    Hallo, davon habe ich noch nie etwas gehört, aber mir wäre es wohl wie Dir anfangs gegangen und ich wäre eingeschlafen. Es klingt aber wirklich sehr interessant.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

  • Antworten I need sunshine 1. Mai 2018 um 01:00

    Wow, das klingt nach einer ganz außergewöhnlichen Erfahrung, die man nicht alle Tage macht. Ich habe davon noch nie vorher gehört. Spannend!

    Viele liebe Grüße,
    Diana

  • Antworten FiosWelt 3. Mai 2018 um 17:28

    Spannendes Thema, ich versuche in Stressigen Situationen mich einfach kurz hin zu setzen und tief durch zu atmen. Man sagt ja nicht umsonst drei mal tief ein und aus atmen^^ Aber so richtig mit dem Thema beschäftigt habe ich mich nicht wirklich.

    Liebe Grüße
    Fio

  • Antworten Monatsrückblick April: Berlin erkunden, Pressdays Berlin 2018 und Ausflug nach Köln - andysparkles.de 8. Mai 2018 um 17:49

    […] so! Samstags, das war am 14. April hatte ich ein total abgefahrenes spirituelles Erlebnis – Breathwork. In solchen Momenten bin ich ehrlich gesagt richtig happy, welche Möglichkeiten mir Berlin und […]

  • Antworten Ann-Vivien 11. Mai 2018 um 14:42

    Das klingt echt wahnsinnig spannend. Da bekommt man direkt Lust das auch mal auszuprobieren.

    Liebe Grüße,
    Ann-Vivien
    von http://www.annvivien.blog

  • Antworten Saskia Katharina Most 21. Mai 2018 um 21:22

    Ich finde das wahnsinnig spannend. Habe am Handy auch eine App, die mich stündlich daran erinnert, eine Minute tief durch zu atmend. Das tut manchmal schon gut.

    Liebe Grüße,
    Saskia Katharina

  • Antworten Freitagspost: Du kannst nicht immer du selbst sein - andysparkles.de 15. Juni 2018 um 07:01

    […] sich von solchen „Geheimnissen“ zu lösen. Ich war bei einer Breathwork Session (im Freitagspost zu Breathwork ist erklärt was das ist) und zu Beginn sollten wir uns in einem kleinen Kreis – unter […]

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