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Dopamin-Fasten: So lernst du, auch unangenehme Dinge gerne zu erledigen

6. März 2020
Dopamin-Fasten

Warum fällt es uns so leicht, auf der Couch Netflix zu schauen, anstatt ein Buch zu lesen oder endlich die neue Sprache zu lernen, die du schon so lange lernen wolltest? Natürlich weil es mehr Spaß macht, denkst du jetzt sicher. Doch warum macht es mehr Spaß? Wieso können andere Bücher lesen oder sich dazu aufraffen, unangenehme Dinge gerne zu erledigen und du dich nicht? Wieso ist das so, wieso streben wir kurzfristiges „Glück“ an, obwohl wir langfristig doch viel glücklicher wären, wenn wir uns endlich aufraffen, für die Prüfung zu lernen oder die wirklich wichtigen Dinge anzugehen? Dabei soll jetzt Dopamin-Fasten helfen!

 

30something Kolumne auf andysparkles

 

 

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Die Sache mit den Ratten und dem Dopamin

 

In diesem YouTube-Video wird über ein Ratten-Experiment berichtet: Diese wurden mit Dopamin überschüttet, sobald sie einen Schalter im Käfig drückten. Irgendwann wollten die Ratten gar nichts anderes mehr, als dieses Glücksgefühl zu erleben. Nicht mal mehr zum Essen oder Trinken konnten sie sich aufraffen, zu gar nichts. Sie wollten nur noch eins: Dieses Hoch wieder erleben. 

Bei uns Menschen ist das so ähnlich. Dopamin ist ein Neurotransmitter, er gilt wie Serotonin als Glückshormon. Es wird ausgeschüttet, wenn dich Dinge einfach glücklich machen. Schon alleine die Erwartungshaltung darauf reicht aus, um das Dopamin auszuschütten. Wenn du dich also auf die Pommes freust oder deine Lieblingsshow auf Netflix.

 

“Unser Gehirn schüttet Dopamin aus, wenn es sich in einer Erwartungshaltung befindet“, erklärt Martin Korte, Neurobiologe an der TU Braunschweig. “Dopamin ist das Erwartungshormon.“ (Quarks.de)

 

Wenn dann diese Erwartung auch noch bedient wird, geht es weiter im Körper. Der Körper schüttet Endorphine und körpereigene Opiate aus. Klingt doch wie ein Drogenrausch! Da wir ständig mehr von diesem Dopamin wollen, konditionieren wir uns selbst darauf. Mehr Likes, mehr Serien anschauen, mehr, mehr und immer mehr. Wir sind süchtig! 

 

 

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Das soll helfen: Der Trend Dopamin-Fasten

 

Wie ist es doch bei jeder Sucht: Wir brauchen immer mehr von dem guten Stoff. So auch beim Dopamin. Als Dopamin-Junkies sehnen wir uns immer nach diesen Glücksgefühlen und möchten stetig die Dosis erhöhen. Das ist gut für die Statistiken von Netflix, weniger gut für uns als Menschen.

Deshalb hat sich ein Forscher aus den USA, Psychologe Cameron Sepah von der University of California in San Francisco, das Dopamin-Fasten ausgedacht. Es geht darum, mal einen Tag oder zumindest stundenweise diese Dopamin-Zufuhr zu durchbrechen.

Das kann sein: Ständiges Social Media checken, das Streamen von Serien, deine Lieblingsmusik, eben alles was dich so richtig happy macht. Darauf zu verzichten klingt erstmal völlig Banane. Doch dadurch kannst du deinen Dopamin-Pegel angeblich wieder so regulieren, dass dir plötzlich auch „langweilige“ Tätigkeiten Spaß machen!

 

 

Dopamin-Fasten

 

Ich habe es schon ausprobiert!

 

Mir geht es super oft so, dass es mir schwer fällt, mich auf Dinge zu konzentrieren, die ich schon lange vorhabe, die mir dann in der Realität doch etwas öde vorkommen. Beispielsweise meine Buchhaltung. Was mir dabei schon lange hilft: Einen Tag lang rein gar nichts vornehmen, morgens aufstehen und den Tag total ruhig angehen lassen. Dabei habe ich auch schon, wenn auch nicht bewusst, meine Dopamin-Zufuhr durchbrochen. Wenn ich nicht ständig mich von Hoch zu Hoch angele, sondern auch mal ruhige Phasen einleite, kann ich mich auch viel besser auf Dinge konzentrieren, die mich langfristig glücklich machen, doch nicht unbedingt in genau dem einen Moment.

 

Dopamin-Fasten

 

 

Wir brauchen nun mal Langeweile

 

Im Endeffekt brauchen wir auch Langeweile. Wir sind jeden Tag, jede Minute mit Reizen überflutet. Smartphones, Werbeplakate, ständig Action. Langeweile oder auch ruhigere Phasen sind enorm wichtig, damit wir zu uns selbst finden und aus dem ständigen Streben nach Glücksgefühlen ausbrechen.

 

 

Was sagst du dazu? Gönnst du dir bewusst Ruhephasen und genießt auch mal die Langeweile?

 

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