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Lasse ich mich ausnutzen? Ignoriere diese 5 Anzeichen nicht!

16. Oktober 2020
Lasse ich mich ausnutzen

Ich habe mich oft ausnutzen lassen. Es ist nicht immer leicht für mich, gesunde Grenzen zu setzen und mittlerweile weiß ich auch sehr gut, warum das so ist. Emotionaler Missbrauch in der Kindheit und diese ganzen traumatischen Erfahrungen in der Zeit machen es so schwer für mich, für mich und meine Bedürfnisse einzustehen. Zum Glück ist jeder Tag immer wieder ein neuer Tag und wir haben aufs Neue die Chance, Grenzen zu setzen, uns neu zu erfinden und toxische Beziehungen zu beenden.

 

30something Kolumne auf andysparkles

 

Lasse ich mich ausnutzen

Lasse ich mich ausnutzen?

 

Wenn es um ausnutzen geht, dann ist es so ähnlich wie auch bei toxischen Beziehungen. Es entwickelt sich schließlich schnell eine toxische Beziehung, wenn diese Verhaltensmuster zu lange gelebt werden. Es gehören zwei dazu. Einmal die Person, die ausnutzt, doch auch die Person, die es zulässt. Für Menschen mit emotional instabilen Persönlichkeitsanteilen (wie auch bei mir) ist es extrem schwierig. Wir empfinden selbstloses Handeln als besonders wertvoll, sind fast schon süchtig nach der Anerkennung, die dadurch entsteht. Gleichzeitig entsteht auch eine enorme Frustration, wenn die ganzen Mühen und Aufopferungen nicht honoriert werden.

 

Erkenne die Zeichen – 5 Anzeichen, die du nicht ignorieren solltest

 

Lass es sein, wenn es sich falsch anfühlt – vertraue deiner Intuition

 

Ich habe ganz viele Jahre lang nicht viel auf meine Intuition gegeben. Das war nicht richtig. Denn tatsächlich weiß unser Bauchgefühl auch wirklich, was gut für uns ist. Wenn du dich unwohl fühlst in einer Situation oder mit einer Person, dann gibt es dafür auch einen Grund. Vertraue darauf und missachte diese Zeichen nicht.

 

Erinnere dich an deinen eigenen Wert

 

Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl – erinnere dich immer daran, dass du ein wertvoller Mensch bist. Das hilft dir, bestimmte Entscheidungen zu treffen. Lass dich nicht überreden, wenn etwas nicht deinen Wertvorstellungen entspricht.

 

Lasse ich mich ausnutzen

 

 

Erkenne die Warnsignale

 

Meist erkennen wir die sogenannten „red flags“ recht schnell. Wir wollen sie nur manchmal nicht sehen. Das sind klare Warnsignale, die wir schon direkt im Verhalten von Freunden oder bei einem Date erkennen.

 

Achte auf das Verhalten, nicht auf Entschuldigungen

 

Selbst wenn du angesprochen hast, dass du dich ausgenutzt fühlst, wird es nicht immer etwas ändern. Manche Menschen sind sehr gut darin, sich immer und immer wieder mit guten Worten zu entschuldigen. Doch das Verhalten ändert sich dadurch nicht. Vertraue nicht auf Worte.

 

Let that shit go

 

Es gibt einen Zeitpunkt, an dem es nun mal vorbei ist und für dich der Moment gekommen ist, zu gehen. Den Kontakt abzubrechen, den Job zu beenden, wo auch immer du dich gerade ausnutzen lässt. Das ist im erstmal sehr hart und fühlt sich schwer an. Doch es ist genau das, was dich auf lange Sicht glücklich machen wird.

 

Lasse ich mich ausnutzen? Das musst du für dich selbst entscheiden. Doch wenn du dir diese Fragen schon stellen musst, dann solltest du dir wirklich die Zeit nehmen, darüber nachzudenken und wie du die Situation ändern kannst.

 

 

Lasse ich mich ausnutzen?

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7 Kommentare

  • Antworten Belina 16. Oktober 2020 um 18:47

    So wichtig das Thema! Mega Veitrag 🔥👏🏻

  • Antworten Sandy 17. Oktober 2020 um 20:08

    Das kenne ich nur zu gut! Und der tipp mit der intuition ist wirklich gut, darauf kann man sich oft verlassen.

    Sandy GOLDEN SHIMMER

  • Antworten Lisa 20. Oktober 2020 um 01:56

    Deine persönlichen Beiträge sind die besten !

  • Antworten Larissa 20. Oktober 2020 um 14:24

    Grenzen sind so wichtig in Freundschaften. Jeder sollte seine kennen und vertreten nur so kann man sich auf den anderen zu bewegen. Richtig guter Beitrag danke dir.

  • Antworten Katharina 20. Oktober 2020 um 18:27

    Von früher kenne ich das auch noch zu gut. Zum Glück kann ich mich mittlerweile ganz gut abgrenzen und erkenne die toxischen Leute besser

  • Antworten Uli 26. Oktober 2020 um 10:41

    Ich bin mitunter so erzogen worden, sogar auch, nach einem Schlag auch die andere Wange hinzuhalten. Ich wäre also die Traumfrau schlechthin. Aber irgendwann mit leider erst um die 30 habe ich umgedacht. Man gilt zwar dann als abgebrüht und egoistisch. Aber ich habe dann auch gesagt, dass einseitige Hilfe es eher trifft. Ich lebe jetzt entspannter und habe gewaltig in mir und Kontakten aufgeräumt. Jetzt beim Umzug sehe ich wieder, wer Hilfe selbstverständlich und einseitig sieht und das bestätigt mich umso mehr in meinem Verhalten. Ich wünsche dir auch den richtigen Schritt und ein entspannteres Leben. 🍀

  • Antworten Sabine Brunke-Reubold 26. Oktober 2020 um 11:29

    Ein sehr wichtiges Thema, danke dafür!

    Es ist wichtig, sich das Setzen von Grenzen selbst zu erlauben und sich bewusst zu machen, was passiert, wenn ich mich ständig selbst überfordere. Einer meiner Leitsätze ist: Nur wer gut zu sich selbst ist, ist auch gut für andere

    Hilfreich ist, das Grenzen setzen und für sich selbst sorgen im Kleinen zu üben und gut darauf aufzupassen, wie viel Kraft vorhanden ist, um nicht fortwähren einzuknicken und die Erfahrung zu machen, dass Grenzen setzen nicht funktioniert.

    Herzliche Grüße
    Sabine

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