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Freitagspost: Byebye, Aufschieberitits – ich mach das jetzt!

10. August 2018
Was tun gegen Aufschieberitis-Prokrastination-Berlinblog-Freitagspost-Kolumne-andysparkles

„Eines Tages wirst du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die du immer tun wolltest. Tu sie jetzt.“ Dieses Zitat erscheint, wenn ich Aufschieberitis google und es bringt mir herzlich wenig. So gerne ich Paolo Coelho mag, hier wirkt es fehl am Platz. Wollte ich wirklich immer schon meine Steuererklärung machen oder den Abwasch von gestern Abend? War es immer schon mein Wunsch, alles über Google Analytics zu lernen und endlich eine neue Wohnung zu suchen? Nein. Nützlich ist es allemal. Getan werden muss es auf jeden Fall, vor allem im Fall der leidigen Steuererklärung. Warum fällt es mir so leicht, eine neue Serie bei Netflix anzufangen und so schwer, meine Buchhaltung zu sortieren? Na klar, es macht nicht so viel Spaß. Doch es gibt Hilfe gegeben die böse ProkrastinationAufschieberitis. Hoffe ich zumindest und versuche es immer mal!

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Erste Hilfe gegen Aufschieberitis

Mein liebstes Beispiel für meine übelste Form der Aufschieberitis: Der anstehende Urlaub. Jedes Mal wenn ich eigentlich meinen Koffer packen sollte, fällt mir plötzlich ein, was ich alles noch richtig dringend davor erledigen muss. Wann habe ich denn zum letzten Mal den Staub auf den Schränken weggewischt, meinen Kühlschrank abgetaut oder die Kaffeemaschine entkalkt? Das muss ich jetzt unbedingt noch machen! Was sollte denn sonst die Katzensitterin denken und überhaupt, mit diesen staubigen Schränken kann niemand verreisen. Irgendwann mitten in der Nacht fange ich dann schweißgebadet an, ein oder zwei erste Outfits für die Reise zusammen zu stellen. Kurz bevor der Taxifahrer klingelt, schlage ich den Koffer zu und hetze zum Flughafen. Das ist die Nervösität, sage ich mir dann. Oder: Die Kaffeemaschine musste eben wirklich heute entkalkt werden!

Ich könnte jetzt positiv denken. Je öfter ich verreise, umso klinisch reiner wird meine Wohnung. Doch der Stress, der mit der Prokrastination einhergeht, macht mir wirklich zu schaffen.

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Die 5-Sekunden-Regel von Mel Robbins

Mel Robbins sagt, wir wollen im Grunde nur dem Stress aus dem Weg gehen. Daher schieben wir auf. Witzig, weil gerade diese so viel Stress verursacht. Macht also nicht so viel Sinn. Im ersten Schritt sollen wir nach dieser Regel erstmal akzeptieren, dass wir gestresst sind. Ok, das ist nicht so schwer. Ich bin ständig gestresst, gebe ich gerne zu. Sie sagt, unser Leben definiert sich dadurch, wie wir auf Situationen reagieren. Das müssen wir ändern – unsere Reaktion! Nicht nur darüber nachdenken, was wir tun müssten – sondern es auch wirklich machen!

„Wenn du mutig handelst, spielt dein Gehirn dabei keine Rolle. Dein Herz spricht zu dir, und du hörst zu“

Im Klartext heißt es: Nicht über den Stress und die Entscheidung  lange nachdenken, sondern in kürzester Zeit anfangen zu handeln! Damit durchbrechen wir den Kreislauf. In meinem Fall heißt es: Koffer packen! Jetzt!!

Was sagt ihr zu der 5-Sekunden, die im Grunde so unfassbar simpel klingt? Probiert ihr es aus?

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4 Kommentare

  • Antworten Rebecca 10. August 2018 um 18:14

    Das kenn ich gut und musste beim Lesen schmunseln.
    Ich hasse Putzen und ich hasse Aufräumen, aber wenn ich Hausarbeiten schreiben musste, dann hat es mir so viel Freude gemacht!
    Da war meine Wohnung immer wunderbar rein!
    Mich erwischt das Phänomen des Aufschiebens, immer bei Dingen die ich nicht mag. Koffer packen zum Beispiel mag ich sehr. Steuererklärung nicht. Es ist immer ein Auf und Ab, aber ich denke, wenn man sich immer selber zwingt etwas zu tun, wozu man gerade emotional nicht bereit ist, ist das auch ungesund:

    xo Rebecca
    https://pineapplesandpumps.com/

  • Antworten Claudia Kimberger 22. August 2018 um 07:33

    Oja, dieses Phänomen kennen wohl viele – ich genauso. Da muss man sich selbst aufrappeln. LG Claudia

  • Antworten Yvonne 22. August 2018 um 08:55

    Genau der richtige Post für mich!

  • Antworten Entdecke Sachsen: Was hat Chemnitz so zu bieten? - andysparkles.de 27. August 2018 um 17:52

    […] Die SBS Hallen am Stadtrand von Chemnitz bieten ein riesengroßes Paradies für Sammler von alten Möbelstücken und allerlei Kuriositäten. Teilweise konnte ich die säuberlich aufgereihten Gegenstände nicht mal benennen. Die hoch gestapelten alten Fernseher boten uns auch eine tolle Kulisse für diesen Freitagspost! […]

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